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Krone, Glaube und Gesetz

Die Chroniken der kaiserlichen Akademie sind eingetroffen — und das Kronvolk zeigt, was es im Innersten zusammenhält.

Vor zwei Wochen schlug die Chronik ihr viertes Buch auf und verzeichnete das Kronvolk mit seinen neun Provinzen. Nun sind die ausführlichen Chroniken der kaiserlichen Akademie eingetroffen — und der Eintrag ist um ein Vielfaches tiefer geworden.

Zehn Legionen und zwei Wappen

Jede Provinz kennt jetzt ihre Legion beim Namen: die Kronlegion in Kronburg, die Blaue Legion auf der Inselfestung Weißstein, die gefürchtete Kavallerie der Sandlegion an der Südgrenze, die zwergische Eiserne Legion in Vorderberg, die Schwarze Legion in den Sümpfen der Nordmarsch — zehn an der Zahl, jede zu genau fünftausend vereidigten Legionären. Dazu verzeichnet die Chronik nun die Währung des Reiches (die Krone, im Volksmund „Althor", und die Zwergentaler im Kurs eins zu eins), die sechs Glaubensorden mit ihren Hauptsitzen, den Flickenteppich der Arkanik-Gesetze und die Ritterweihe: den einen Weg, der einem Leibeigenen als Kronknappe bis in den niederen Adel offensteht.

Und ein Detail für Wappenkundige: Der schwarze Löwe auf Gold, den jeder mit dem Kaiserreich verbindet, ist gar nicht dessen offizielles Wappen — er gehört dem Haus Bannerlor. Das wahre Reichswappen, eine goldene Krone vor silberner Klinge auf Marineblau, führt seit Kaiser Graven Bannerlor ein stilles Dasein daneben.

Die Banner der Nordmarsch

Schon zuvor hatte die Chronik Zuwachs bekommen: Unter den Provinzen wehen jetzt die zwölf Banner der Nordmarsch-Adelshäuser — von Drakenfall bis Unting, zwei von ihnen nur noch in der Erinnerung. Ihre Chroniken folgen, sobald sie geschrieben sind.

Wer das Kaiserreich bereisen will, sollte vorher die örtlichen Magie-Gesetze kennen — alles Weitere steht im Völker-Buch.

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