Anthari

Hunger

Anthari · Schwarzarkan gezeichnet

Einst Menschen: Kurz nach der Arkanen Explosion zog eine große Expedition durch die Portale, um die Anderwelt zu besiedeln — und wurde von ihr verändert. Vier Arme, ein blankes Gesicht ohne Augen und Nase, ein riesiger Mund. Sie sehen nichts und erkennen doch alles: Die Schwarze Arkanik in ihrem Inneren zeichnet ihnen Umrisse und Bewegungen. In Lichterra gemieden, oft verschleiert — und doch begehrt, denn ihre Handwerkskunst gehört zu den besten der Welt. In der Anderwelt eint sie die verborgene Kultur der Nyxara. Ihre Körper sind am Endpunkt des Verfalls angekommen und dadurch gegen jeden weiteren Verfall immun — die Sonne Lichterras jedoch schwächt sie, weshalb sie das Dunkel suchen.

Gattung
Anthari
Herkunft
Einst Menschen — verändert durch die Anderwelt-Expedition
Heimat
Anderwelt; in Lichterra verstreut und gemieden
Volk
Nyxara — verborgen in der Anderwelt
Größe
♂ 1,75–1,83 m · ♀ 1,68–1,83 m
Lebenserwartung
♂ ca. 50 Jahre · ♀ ca. 55 Jahre
Magie
Keine — jede Magie verwehrt
Besonderes
Blind, nimmt schwarzarkan wahr · immun gegen Verfall · Sonne schwächt sie

Herkunft & Geschichte

Die Hunger waren einst Menschen. Kurz nach der Arkanen Explosion und der Öffnung der Portale, machte sich ein großer menschlicher Expeditionstrupp dazu auf, die Welt jenseits der Portale zu erkunden. Ziel war es, das neue Land zu erkunden, zu besiedeln und für neue Siedler wohnbar zu machen. Hierbei waren die Siedler gänzlich unwissend ob der innerhalb der Anderwelt lauernden Gefahren. Die kräftezehrenden schwarzarkanen Einflüsse der dunklen Lande schwächten die Menschen immer mehr. Nach einiger Zeit erschienen die ersten Dämonen, welche von da an unentwegt Jagd auf die Siedler machten. Der Großteil der Expedition wurde ausgelöscht und so gab es letzten Endes nur einige wenige Überlebende, welche sich im Untergrund der Anderwelt versteckten. Hier schafften sie es tatsächlich Fuß zu fassen. Die Zeit innerhalb des Einflusses der Anderwelt veränderte die Menschen. Die schwarzarkanen Energien der Anderwelt durchströmten stetig ihre Körper und aus den einstigen Menschen, welche damals voller Hoffnung und Euphorie die Anderwelt betraten, wurden nach und nach missgestaltete Kreaturen, welche heute nur noch als die Hunger bekannt sind.

Körper & Erscheinung

Der Körper der Hunger besteht aus verschiedenen Bereichen. Hunger besitzen einen Kopf, jedoch ohne ein typisches Gesicht. Sie haben zwar Stirn, Schläfe, Hinterkopf und Haare, doch die eigentlich auf dem Gesicht liegenden Sinnesorgane und Gesichtsteile wie die Augen, die Ohren, die Nase, die Augenbrauen und die Wimpern fehlen komplett. Stattdessen haben sie nur einen übermäßig großen Mund mit Lippen, Zähnen und Zunge. An den Seiten ihre Kopfes haben sie keine Ohren, dafür kleine Einlassungen, durch welche sie hören können. Die Gesichtsform der Hunger ist oval und länglich mit oftmals kantigen Kiefern und eingefallenen Wangen. Hunger haben keinen Bartwuchs und keine Körperbehaarung, jedoch wachsen ihnen zum Teil spärlich Haare auf dem Kopf. Das Haupthaar fängt ihnen jedoch erst nach Vollendung der Adoleszenz (nach Abschluss des letzten Häutungsprozesses) an zu wachsen. Die Haarfarbe der Hunger ist stets grau bis weiß. Ihre Lippenfarbe variiert von rosig über grau, bis schwarz.

Weiterhin haben Hunger sowohl einen Hals, bestehend aus Nacken, Kehlkopf und Speiseröhre, wie auch einen Rumpf. Der Rumpf setzt sich zusammen aus dem Brustkorb - bestehend aus Brust, Brustbein, Rippen und Schulterblättern -, dem Bauch bestehend aus Bauch, Nabel, Becken, Hüfte und Flanken - und dem Rücken - bestehend aus Wirbelsäule, Lendenwirbel und Steißbein.

Außerdem besitzen Hunger obere Gliedmaßen. Zu diesem Bereich gehören die Oberkörperteile - wie Achselhöhle und Schulter -, die Arme (vier Stück an der Zahl: zwei rechts, zwei links) - bestehend aus Oberarm, Unterarm und Ellenbogen - und den Händen - bestehend aus Handgelenk, Handfläche, Handrücken und fünf Fingern (mit schwarzen Fingernägeln) je Hand.

Zudem besitzen Hunger untere Gliedmaßen. Zu diesen zählen die Beine - bestehend aus Oberschenkel, Unterschenkel, Knie, Kniekehle, Wade und Schienbein - und die Füße - bestehend aus Knöchel, Ferse, Fußsohle, Spann und fünf Zehen (mit schwarzen Zehnägeln) pro Fuß.

Überlebenswichtig sind die inneren Organe der Hunger. Hierzu zählen zum Beispiel das Gehirn - welches im Kopf liegt -, die Lunge - welche in der oberen Brust liegt, - das Herz - welches ebenfalls in der Brust liegt - sowie der Schwarzarkane Kern welcher ebenfalls in der Brust liegt - und die Haut - die den Körper umschließt. Zudem besitzen Hunger noch viele weitere wichtige Organe. Die Hautfarbe ist stets blass. Die Haut hat eine Pergamentartige Beschaffenheit und oftmals einen gräulichen oder beigen Teint.

Hunger sind von mittlerem Wuchs. Männliche Exemplare werden zwischen fünf ¾ bis sechs Fuß groß, weibliche zwischen fünf ½ und sechs Fuß groß. Männliche und weibliche Kinder befinden sich im steten Wachstum. Während der Adoleszenz werden männliche Exemplare zwischen fünf und sechs Fuß, weibliche Exemplare werden zwischen vier ¾ und sechs Fuß groß.

Männliche Hunger wiegen ca. 26 Pfund pro Fuß, weibliche Hunger wiegen dagegen im Schnitt ca. 22 ½ Pfund pro Fuß. Jugendliche Hunger wiegen im Schnitt ca. 18 ½ Pfund pro Fuß. Bezüglich der Körperform herrschen bei den Hunger ausschließlich ektomorphe körperliche Strukturen vor.

Physiologie

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Hunger liegt bei männlichen Exemplaren bei 50 Jahren, bei weiblichen Exemplaren bei 55 Jahren.

Hunger können sich nur innerhalb, nicht außerhalb ihrer Rasse fortpflanzen. Fortpflanzen können Hunger sich mit Eintritt bis Abschluss der Adoleszenz, was bei männlichen Exemplaren zwischen dem 9. und 11. Lebensjahr und bei weiblichen Exemplaren zwischen dem 8. und 10. Lebensjahr der Fall ist. Hunger wachsen nicht normal, sie häuten sich. Während des Wachstums fällt die Haut nach einer gewissen Zeit ab und darunter ist bereits eine erneuerte Hautschicht, welche an die neuen Bedingungen angepasst ist.

Hunger sind quasi Allesfresser. Sie ernähren sich von Pflanzen und Pilzen, dem Fleisch von Tieren und Fischen sowie tierischen Produkten. Sie können Alkohol konsumieren und in gewissen Mengen auch vertragen (einige mehr, andere weniger). Zudem können sie auch bereits verdorbene Lebensmittel problemlos konsumieren. Im Gegensatz zu einem Menschen benötigt ein Hunger viel mehr Nahrung um zu überleben. Die schwarze Arkanik in seinem Inneren fordert einen immensen Zufluss an externer Energie, um den Körper am Leben und den schwarzarkanen Kreislauf des Hunger am Laufen zu halten.

Hunger benötigen kein Schlaf und keine Rast zur Erholung. Die schwarze Arkanik in ihrem Inneren hält sie immer wach und sorgt dafür, dass der Hunger trotz Schlaflosigkeit keine negativen Effekte erleidet.

Hunger können in Umgebungen mit regelmäßigen Temperaturen von zwischen 10 °C und 30 °C überleben. Alles darunter der darüber halten sie nur temporär aus.

Hunger besitzen die Fähigkeit der Regeneration in moderatem Maße. Der Körper kann kleine bis mittlere Verletzungen oder auch viele Erkrankungen durch automatischen Einsatz schwarzer Arkanik innerhalb moderater Zeiträume heilen. Im Gegenzug steigt die Menge an Nahrung, welche der Hunger zu sich nehmen muss, um dieses Defizit an verbrauchter schwarzer Arkanik auszugleichen. Bei schweren Verletzungen oder lebensgefährlichen Erkrankungen stößt der Körper an seine Grenzen. Durch die richtige Unterstützung (z. B. Behandlung, Medizin, Magie, Tränke) kann der Körper der Hunger aber sogar diese Umstände überleben. Hierbei ist darauf zu achten, dass Hunger schwarzarkane Kreaturen sind und sie in der Regel andere Behandlungen benötigen, als Menschen.

Hunger verfügten weder über eine besonders ausgeprägte Hitzeresistenz noch über eine besonders ausgeprägte Kälteresistenz. Hunger haben durch ihre innere schwarze Arkanik - welche durch den schwarzarkanen Kern angetrieben wird - einige spezielle körperliche Fähigkeiten. Sie sind zwar dürr und somit nicht sehr kräftig, doch können sie sich im Gegenzug dafür sehr schnell und präzise bewegen. Sie sind übermäßig geschickt und geben in Folge dessen auch hervorragende Handwerker ab.

Sinne & Wahrnehmung

Hunger besitzen zwar viele typische Sinnesorgane nicht, dennoch sind sie in der Lage ihre Umgebung durch verschiedene, auch untypische, Sinnesorgane wahrzunehmen und so Gefahren, Beute oder andere wichtige Umstände und Faktoren zu erkennen.

Durch fehlende Augen verfügen Hunger nicht über Sehvermögen. Stattdessen verfügen sie durch ihre innere Schwarze Arkanik über eine Art sensorisches Feld, mit welchem sie Kreaturen und Gegenstände innerhalb eines gewissen Radius um sich herum wahrnehmen und definieren können.

Durch die Auslassungen an den Seiten ihres Kopfes, die als Ohren dienen, verfügen Hunger über Hörvermögen. Je näher und je lauter das Geräusch verursacht wird, desto klarer und deutlicher ist es zu vernehmen. Je weiterweg oder je leiser ein Geräusch ist, desto schwieriger ist es einem Hunger diese zu vernehmen, bis es ihm gar nicht mehr gelingt. Hunger können Klänge genau der Richtung zuordnen, aus welcher sie erzeugt wurden. Hunger haben eine sehr scharfes Gehör.

Hunger haben keine Nase und verfügen somit über keinen Geruchssinn.

Obwohl Hunger eine Zunge haben, verfügen sie nicht über einen Geschmackssinn. Da sie auch verdorbene Lebensmittel zu sich nehmen können ist dieser obsolet geworden.

Durch den Tastsinn können Hunger Druck, Temperatur oder Schmerzen wahrnehmen. Hierdurch kann der Hunger sich orientieren. Es lassen sich zudem Gegenstände begreifen, Gefahren erkennen und soziale Bindungen schließen.

Geist & Psyche

Hunger sind soziale Individuen und legen in der Folge hohen Wert auf Zusammenhalt und Bindung, bevorzugt mit anderen Hunger. Aus diesem Grund bilden Hunger Gemeinschaften, in denen sie sich gegenseitig unterstützen und welche ihnen das Überleben sichern sollen. So haben sich die Hunger der Anderwelt in einer Kultur vereint, welche sich selbst die Nyxara nennt. Diese Kultur lebt jedoch sehr geheim und zurückgezogen und ist in Lichterra fast niemandem bekannt.

Typische Charaktertendenzen der Hunger sind Zurückhaltung, Misstrauen und Vorsicht. Ansonsten gibt es unter den Hunger verschiedenste charakterliche Unterschiede je nach Individuum.

Hunger adaptieren sich schnell an neue Umgebungen. Sie sind Konflikte gewohnt und können gut einschätzen, wann eine Flucht angebracht oder wann ein Kampf unvermeidbar ist.

Glaube & Magie

Hunger waren einst Menschen, doch durch den Einfluss der schwarzen Arkanik auf ihre Körper gelten sie in den Augen der Götter Lichterras als verdorben und sind somit von den religiösen Dogmen verstoßen. In der Folge ist es ihnen nicht möglich Göttermagie aus irgendeiner der sechs Domänen zu wirken.

Durch die dunkle Korrumption in ihrem Inneren ist ihnen zudem die Fähigkeit verloren gegangen ein arkanes Potenzial für irgendeine der Arkanen Schule zu entwickeln.

Hunger sind durchdrungen von schwarzer Arkanik, dennoch besitzen sie kein schwarzarkanes Potenzial. Sie können keine Zauber aus irgendeiner der schwarzarkanen Schulen wirken. Doch die dunkle Kraft in ihrem Inneren schenkt ihnen trotzdem einige Vorzüge, wie zum Beispiel gesteigerte Schnelligkeit oder übermäßiges Geschick, sowie einzigartige Sinne.

Die Körper der Hunger sind kollektiv an der Endstufe des Verfalls angekommen. Trotzdem sind sie weiterhin lebensfähig, psychisch nicht stark negativ beeinflusst und sind zudem keinem direkt todbringenden Effekt des Verfalls ausgesetzt. Die Hunger bilden somit eine fast perfekte schwarzarkane Mutation im Endstadium. Sie sind in der Folge gegen jegliche weitere Art von Verfall immun.

Da Hunger stark schwarzarkane Wesen sind, bereitet ihnen der Einfluss der Sonne Lichterras Probleme. Unter ihrem Einfluss schwinden ihre schwarzarkanen Kräfte, sie werden schwach, langsam und träge. Einigen bereitet die Sonne sogar physische Schmerzen. Aus diesem Grund meiden Hunger das Sonnenlicht und fühlen sich des Nachts oder in der Dunkelheit am wohlsten.

Durch ihr Äußeres und ihre allgemeine Andersartigkeit werden Hunger in vielen Lichterrianischen Kulturen gemieden und ausgegrenzt. Sie leben dort meist am Rande der Gesellschaft und aus Scham ob ihrer Andersartigkeit ziehen sich viele freiwillig immer weiter zurück und meiden alle nicht-Hunger. Trotzdessen ist die Feinheit und Präzision der Handwerkskunst der Hunger in Lichterra vielen bekannt und ihre Waren erfreuen sich großer Beliebtheit.