Schattenelben
Keine Sippe, sondern Verfall: Elben, die der Arkanen Explosion zu nah kamen, zerformten zu klauenbewehrten Wesen mit fahler Haut, Reißzähnen, blutroten Augen und schlohweißem Haar. Jähzornig und blutdürstig wurden sie aus Aelvaron nach Westen gejagt — bis zu den Feuerbergen, wo sie das Volk der Askavin gründeten. Sonnenscheu, nachtaktiv, kurzlebig.
- Gattung
- Aelvari
- Herkunft
- Von der Elbenpest Mutierte, nach Westen vertrieben
- Heimat
- Die Feuerberge
- Volk
- Askavin
- Größe
- ♂ 1,91–1,98 m · ♀ 1,83–1,91 m
- Lebenserwartung
- ca. 80 Jahre
- Magie
- Alle sieben Schulen der Schwarzarkanik — kein arkanes Potenzial
Herkunft & Geschichte
Die Schattenelben entstammen keinem einheitlichen Geschlecht. Ihre Vorfahren waren Mitglieder der verschiedensten elbischen Sippen. Gemein hatten sie, dass sie sich während der Arkanen Explosion zu nah an dem sich öffnenden Portal befunden hatten. Hierdurch wurden sie nicht nur übermäßig stark den Arkanen Einflüssen sondern auch den Schwarzarkanen Einflüssen ausgesetzt. In der Folge traten bei den Betroffenen erschreckend schnell Mutationen in Form von Verfall auf. Ihre Körper zerformtensich zum Teil, ihnen wuchsen spitze Reißzähne und scharfe Klauen. Ihre Haut nahm einen dunkleren bläulichen bis gräulichen Teint an. Ihre spitzen Ohren wurden noch länger, die Farbe ihrer Augen wurde blutrot, die Farbe ihrer Haare schlohweiß. Auf ihre Gesichter traten ständige Zornesfalten, ihre Körper wurden muskulöser. Allgemein gaben diese mutierten Elben ein furchteinflößenden Anblick ab, welcher sich dann auch in ihrem Wesen niederschlug. Sie wurden aggressiv, dominant und jähzornig. Sie töteten andere Elben aus den niedersten Gründen und schon bald sorgte ihr Aussehen in Kombination mit ihrem Verhalten dafür, dass die restlichen Elben ihrer überdrüssig wurden. So verstießen die Elben ihre nächsten Verwandten - für welche sie sich keine Heilung von diesem Zustand erhoffen konnten - und vertrieben sie aus Aelvaron in Richtung Westen.
Die Vertriebenen schlossen sich zusammen, um zu überleben. Aufgrund ihrer Verhaltensweise gab es trotzdessen ständig Konflikte und Tote auf ihrem entbehrlichen Weg. Der Hass und die Blutgier in ihrem Inneren waren einfach zu groß, um sie zu unterdrücken. Einigkeit herrschte nur, wenn die Vertriebenen auf ihrem Weg menschlichen Siedlern begegneten. Dörfer und Weiler wurden auf grausame Art und Weise ausgelöscht, während große Städte gemeiden wurden.
So bewegte sich der Tross der Vernichtung immer weiter in Richtung Westen, über die Marmorberge, durch die Nordmarsch und Vorderberg hindurch. Auch Zwerge und Orks griffen die Schattenelben ohne zu zögern an, wenn sie in der Überzahl waren. War dies nicht der Fall, so suchten sie schnell das Weite. Ihren Weg setzten sie fort, bis sie die Feuerberge im äußersten Westen Lichterras erreichten. Hier ließen sie sich nieder und gründeten das Volk der Askavin, welches sich von damals bis heute bezüglich seiner Riten, Bräuche und Wertevorstellungen in einem stetigen Wandel befindet.
Körper & Erscheinung
Der Körper der Schattenelben besteht aus verschiedenen Bereichen. Schattenelben besitzen einen Kopf mit Gesicht, Stirn, Schläfe, Hinterkopf und Haaren. Auf und in dem Gesicht liegen verschiedene Sinnesorgane und Gesichtsteile wie die Augen, die sehr langen, spitz zulaufenden Ohren, die Nase, der Mund, die Lippen, die Reißzähne, die Zunge, die Augenbrauen und Wimpern. Die Schattenelben haben lange, dreieckige Gesichter mit scharfen und kantigen Gesichtszügen. Sie haben oftmals stark ausgeprägte horizontale Nasenfalten und Glaballafalten. Männlichen Schattenelben wächst ein Bart, weiblichen Schattenelben nicht. Körperbehaarung haben sie trotzdessen keine. Die Haarfarbe der Schattenelben ist stets schlohweiß, während ihre Augenfarbe immer blutrot ist.
Weiterhin haben Schattenelben sowohl einen Hals, bestehend aus Nacken, Kehlkopf und Speiseröhre, wie auch einen Rumpf. Der Rumpf setzt sich zusammen aus dem Brustkorb - bestehend aus Brust, Brustbein, Rippen und Schulterblättern -, dem Bauch - bestehend aus Bauch, Nabel, Becken, Hüfte und Flanken - und dem Rücken - bestehend aus Wirbelsäule, Lendenwirbel und Steißbein.
Außerdem besitzen Schattenelben obere Gliedmaßen. Zu diesem Bereich gehören die Oberkörperteile - wie Achselhöhle und Schulter -, die Arme - bestehend aus Oberarm, Unterarm und Ellenbogen - und den Händen - bestehend aus Handgelenk, Handfläche, Handrücken und fünf Fingern (mit klauenartigen Fingernägeln) je Hand.
Zudem besitzen Schattenelben untere Gliedmaßen. Zu diesen zählen die Beine - bestehend aus Oberschenkel, Unterschenkel, Knie, Kniekehle, Wade und Schienbein - und die Füße - bestehend aus Knöchel, Ferse, Fußsohle, Spann und fünf Zehen (mit klauenartigen Zehnägeln) pro Fuß.
Überlebenswichtig sind die inneren Organe der Schattenelben. Hierzu zählen zum Beispiel das Gehirn - welches im Kopf liegt -, die Lunge - welche in der oberen Brust liegt - sowie das Herz - welches ebenfalls in der Brust liegt - und die Haut - die den Körper umschließt und die Inneren Organe schützt. Zudem besitzt der Schattenelb noch viele weitere wichtige Organe. Die Hautfarbe hat stets einen dunkleren Ton, oftmals mit einem leicht bläulichen bis gräulichen Teint.
Schattenelben sind von hohem Wuchs. Männliche Exemplare werden zwischen sechs ¼ bis sechs ½ Fuß groß, weibliche zwischen sechs und sechs ¼ Fuß groß. Männliche und weibliche Kinder befinden sich im steten Wachstum. Während der Adoleszenz werden männliche Exemplare zwischen sechs und sechs ½ Fuß, weibliche Exemplare zwischen fünf ¾ und sechs ¼ Fuß groß.
Männliche Schattenelben wiegen ca. 30 Pfund pro Fuß, weibliche Schattenelben wiegen dagegen im Schnitt ca. 27 Pfund pro Fuß. Jugendliche Schattenelben wiegen im Schnitt ca. 23 Pfund pro Fuß. Bezüglich der Körperform herrscht bei den Schattenelben ausschließlich mesomorphe körperliche Strukturen vor.
Physiologie
Die durchschnittliche Lebenserwartung der Schattenelben liegt bei männlichen und weiblichen Exemplaren bei ca. 80 Jahren.
Schattenelben können sich nicht außerhalb ihrer Rasse fortpflanzen. Fortpflanzen können Schattenelben sich mit Eintritt bis Abschluss der Adoleszenz, was bei männlichen und weiblichen Exemplaren zwischen dem 6. und 10. Lebensjahr der Fall ist.
Die Ernährung der Schattenelben besteht rein aus Fleisch und Blut. Sie konsumieren keine Pflanzen, Pilze oder tierischen Produkten wie Milch, Eier oder Honig. Einzig das Fleisch von Tieren und Fischen konsumieren sie, zudem können sie auch deren Blut verdauen. Sie können Unmengen an Alkohol konsumieren, und viele Schattenelben tun dies auch mit Freude.
Zur Regeneration benötigen Schattenelben Schlaf. Das optimale Schlafpensum eines Schattenelben liegt bei zwischen vier und fünf Stunden pro Tag. Ein Schattenelb der regelmäßig täglich weniger als vier Stunden schläft, muss mit Beeinträchtigungen seines Alltags rechnen (Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, etc.).
Schattenelben können in Umgebungen mit regelmäßigen Temperaturen von zwischen 10°C und 50 °C überleben. Alles darunter oder darüber halten sie nur temporär aus. Sie haben eine besondere Resistenz gegenüber Hitze.
Schattenelben besitzen die Fähigkeit der Regeneration in hohem Maße. Ihr Körper kann kleine bis mittlere Verletzungen oder Erkrankungen schnell und innerhalb kurzer Zeiträume heilen. Bei schweren Verletzungen oder lebensgefährlichen Erkrankungen stößt ihr Körper an seine Grenzen. Durch die richtige Unterstützung (z. B. Behandlung, Medizin, Magie, Tränke) kann ein Schattenelb aber sogar diese Umstände überleben.
Schattenelben haben eine Teil der Beweglichkeit und vor allem Geschicklichkeit ihrer Vorfahren eingebüßt, dafür sind sie viel kräftiger als andere Aelvari und verfügen über eine bessere Regeneration gegenüber Wunden und Krankheiten. Im Gegenzug haben sie eine stark verkürzte Lebensspanne.
Sinne & Wahrnehmung
Schattenelben sind in der Lage ihre Umgebung durch verschieden Sinnesorgane wahrzunehmen und so Gefahren, Beute oder andere wichtige Umstände und Faktoren zu erkennen.
Durch ihre Augen verfügen sie über Sehvermögen. Dieses funktioniert auch in Dunkelheit noch problemlos. Durch ihr Sehvermögen können Schattenelben Dinge in ihrer Umgebung visuell erfassen. Je kleiner ein Objekt ist und je weiter es entfernt ist, desto schwerer wird es für einen Schattenelben dieses Objekt zu sehen.
Durch ihre Ohren verfügen Schattenelben über Hörvermögen. Je näher und je lauter das Geräusch verursacht wird, desto klarer und deutlicher ist es zu vernehmen. Je weiterweg oder je leiser ein Geräusch ist, desto schwieriger ist es einem Schattenelben diese zu vernehmen, bis es ihm gar nicht mehr gelingt. Schattenelben können Klänge ungefähr der Richtung zuordnen, aus welcher sie erzeugt wurden.
Durch ihre Nase verfügen Schattenelben über einen Geruchssinn. Mit diesem können sie Nahe Gerüche wahrnehmen, jedoch nur bedingt die Richtung zuordnen, aus welcher sie kamen. Allerdings können Schattenelben in gewissen Rahmen Gerüche unterscheiden und verschiedenen Dingen zuordnen. Dies dient vor allem zur Erkennung von Gefahren, zur Überprüfung von Lebensmitteln und zur unterbewussten Unterstützung bei der Partnerwahl. Besonders ist, dass Schattenelben den Geruch von Blut auf sehr weite Entfernung wahrnehmen und genau lokalisieren können.
Durch ihre Zunge haben Schattenelben einen Geschmackssinn. Mit diesem können sie verschiedenen Aromen schmecken. So kann der Geschmackssinn Schattenelben vor der versehentlichen Aufnahme von giftigen oder verdorbenen Lebensmitteln warnen. Zudem dient der Geschmackssinn als Belohnungssystem für die Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe.
Durch den Tastsinn können Schattenelben Druck, Temperatur oder Schmerzen wahrnehmen. Hierdurch kann ein Schattenelb sich orientieren. Es lassen sich zudem Gegenstände begreifen, Gefahren erkennen und soziale Bindungen schließen.
Geist & Psyche
Schattenelben sind zwiegespaltene Persönlichkeiten. Einerseits bevorzugen sie es innerhalb einer Gesellschaft zu leben, andererseits bauen sie selten langfristige Bindungen auf. Ihre Natur ist eher an schnelle Bedürfnisbefriedigung und weniger an langfristige Bindung ausgelegt. Aus diesem Grund haben Schattenelben häufig wechselnde Partner. Gemeinschaften bilden sie aus dem einfachen Grund der Sicherheit und Stärke und aus dem Hintergrund , dass eine große Gemeinschaft ständig neue potenzielle Partner bietet.
Schattenelben haben ein von Natur aus jähzorniges und impulsives Temperament. Trotzdem können sie abseits davon verschiedenste Charaktereigenschaften aufweisen. Sie sind nicht gewissenlos, doch ihre spontanen Eingebungen und Triebe können sie nur schwer kontrollieren. Zudem empfinden sie große Begeisterung für Schmerzen. Hierbei ist es ihnen gleich, ob sie diese erdulden müssen oder ob sie diese anderen Lebewesen zufügen. Ihre Vorlieben und Verhaltensweisen sorgen dafür, dass sie in vielen anderen Kulturen verachtet, gefürchtet oder gemieden werden.
Glaube & Magie
Schattenelben sind schwarzarkan mutierte Wesen, welche sich ihrer Verderbnis vollkommen hingegeben haben. Wie auch die Hunger, so stehen auch die Schattenelben am Ende ihrer Mutation und sind ein lebensfähiges Endprodukt, hier weniger mit großen körperlichen als mehr mit psychischen Nachteilen.
Aufgrund ihrer schwarzarkanen Natur werden die Schattenelben von Lichterras Göttern geächtet.
Schattenelben können zudem kein arkanes Potenzial entwickeln.
Dafür weisen Schattenelben relativ häufig ein schwarzarkanes Potenzial für theoretisch jede Schule der Schwarzen Arkanik auf.
Aufgrund ihres schwarzarkanen Wesens meiden Schattenelben das Sonnenlicht, sie hassen es regelrecht. Die dicken Rauchwolken der Vulkane der Feuerberge schützen die Askavin oftmals vor dem Einfluss der Sonne. Trotzdem sind Schattenelben überwiegend nachtaktiv, auch um der Sonne aus dem Weg zu gehen.