Tauren
Einst die Wächter über Auroras Schöpfungen, deren Treue selbst die Korruption nicht brechen konnte. Nach Lichterra geflohen, fanden sie in Lux eine Verbündete und gründeten Wilworga, die heilige Flamme. Stierartig, willensstark und resistent gegen schwarze Arkanik.
- Gattung
- Aurori
- Herkunft
- Einst die Wächter über Auroras Schöpfungen
- Heimat
- Nach Lichterra geflohen, verbündet mit Lux
- Volk
- Wilworga — die heilige Flamme
- Größe
- 1,91–2,06 m
- Lebenserwartung
- ca. 90 Jahre
- Magie
- Erd-, Wasser-, Licht-, Luft-, Naturmagie; Antiarkanik, Arkanistik, Schutzmagie, Arkane Bändigung — kein Schwarzarkanik
- Besonderes
- Pflanzenfresser und Wiederkäuer · resistent gegen schwarze Arkanik
Herkunft & Geschichte
Die Wächter (in Lichterra: Tauren) waren Schöpfungen der Aurora. Aurora schuf sie, um auf ihre restlichen Schöpfungen acht zu geben und den Frieden unter ihnen zu waren. Das Wesen der Wächter war somit stets protektiv, behütend und dabei doch stets streng und konsequent. Die Wächter stellten somit kein eigenes Volk. Sie verteilten sich über die Anderwelt und wachten in vielen kleinen Gemeinschaften über Recht und Ordnung.
Die Wächter unterstanden einzig den Weisungen ihrer Schöpferin und des Allvaters selbst. Ihre Treue und ihr Glaube an ihre Herren war beinahe schon fanatisch. So konnte auch die langsam in der Anderwelt einkehrende Korrumption die Wächter in keiner Weise beeinflussen. Weder ihr Äußeres, noch ihr Inneres veränderte sich, ihre Treue wankte nicht.
Als die Dämonen nun die Engel überfielen, versuchten die Wächter sie zu schützen und zogen in die Schlacht. Sie konnten den dunklen Horden jedoch nicht standhalten und schon bald mussten sie zum Rückzug blasen, da sie überrannt wurden. Als der Allvater die Portale nach Lichterra öffnete und sich dadurch opferte, flohen auch die Wächter hierdurch.
Die Wächter schworen Rache und in Lichterra suchten sie neue Möglichkeiten, um Stärke zu gewinnen, in die Anderwelt zurückzukehren, Zwist und ihre Dämonen auszulöschen und ihre alte Heimat zurückzuerobern. In der Göttin Lux fanden sie eine unerwartete Verbündete. Viele Wächter schworen ihren arkanen Kräften ab und gaben sich dem Glauben an die Göttin des Lichts hin. Ihr Glaube war stark und einigen Wächtern gelang es in die Anderwelt zurückzukehren, sich mittels der Lichtmagie der Finsternis zu erwehren und dort Fuß zu fassen. Dieser Ort der heiligen Flamme namens Wilworga ist einzigartig und das Leuchtfeuer der Hoffnung für jeden Gläubigen der Sonnengöttin. Geführt wird er durch eine Gemeinschaft von Wächtern doch ist jeder Gläubige der Sonnengöttin willkommen sich dem Kreuzug gegen die Finsternis anzuschließen.
Die Wächter sind in Lichterra nur als Tauren bekannt. Dieser Ausdruck ist dort geläufig und mittlerweile bezeichnen sich auch viele Wächter selbst so. Sie sind gemeinhin für ihren glühenden Eifer und strengen Glauben bekannt. Diese Eigenschaften werden allerdings nur von einem Teil der Tauren verkörpert. Es gibt auch viele Tauren die ein ruhiges und bodenständiges Leben innerhalb der verschiedenen Völker Lichterras dem strengen Glauben und Religionskrieg vorziehen. So sind Tauren innerhalb Lichtteras weit verbreitet und trotz ihrer Andersartigkeit nicht gehasst oder gefürchtet.
Körper & Erscheinung
Der Körper der Tauren besteht aus verschiedenen Bereichen. Tauren besitzen einen bullenartigen Kopf, welcher sehr breit, massiv und nahezu rechteckig ist. Ihr Gesicht ist durch eine hohe und breite Stirn mit leichter Wölbung, einer breiten, mittellangen bis kurzen Schnauze, einer breiten Nase (Flotzmaul) mit dunkler oder rosafarbener Pigmentierung und geöffneten Nüstern gekennzeichnet. Zudem kommen ihre großen Mandel- bis ovalförmigen Augen, welche seitlich am Kopf angeordnet sind sowie ihre großen leicht seitlich abstehenden Ohren und ihrem breiten und kräftigen Maul. Ihre Wangen sind breit und stark bemuskelt, zudem haben sie seitlich oberhalb ihrer Stirn oftmals Hörner in den verschiedensten Formen. Ihr Maul hat nur Schneidezähne im Unterkiefer, oben ist eine harte Kauplatte, was vor allem vorteilhaft für das Konsumieren von Pflanzen ist. Tauren haben ein kurzes bis mittellanges und meist sehr dichtes Fell, welches auch verschiedenste Musterungen ausweisen kann. Auf dem Schädel und unterm Kinn wächst dieses Fell bei männlichen Tauren besonders lang. Die Augenfarbe der Tauren variiert zwischen braun, schwarz und golden. Ihre Fellfarbe kann verschiedenste Töne von weiß, grau, blond, braun, rot und schwarz aufweisen. Der Schädel eines Tauren wirkt kraftvoll, schwer und imposant. Das Gesamtbild verleiht ihnen einen Ausdruck von Stärke und Standfestigkeit.
Weiterhin haben Tauren sowohl einen Hals, bestehend aus Nacken, Kehlkopf und Speiseröhre, wie auch einen Rumpf. Der Rumpf setzt sich zusammen aus dem Brustkorb - bestehend aus Brust, Brustbein, Rippen und Schulterblättern -, dem Bauch bestehend aus Bauch, Nabel, Becken, Hüfte und Flanken - und dem Rücken - bestehend aus Wirbelsäule, Lendenwirbel und Steißbein. Der Oberkörper der Tauren wirkt oft massiv und muskulös, kann aber auch in die rundlichere Richtung gehen.
Außerdem besitzen Tauren obere Gliedmaßen. Zu diesem Bereich gehören die Oberkörperteile - wie Achselhöhle und Schulter -, die Arme - bestehend aus Oberarm, Unterarm und Ellenbogen - und den Händen - bestehend aus Handgelenk, Handfläche, Handrücken und fünf Fingern (mit Fingernägeln) je Hand (keine Klauen). Die Arme der Tauren sind oftmals muskelbepackt und breit.
Zudem besitzen Tauren untere Gliedmaßen. Zu diesen zählen die Beine - bestehend aus Oberschenkel (überdurchschnittlich breit und kräftig), Unterschenkel (kräftig), Kniegelenk (relativ hoch am Bein), Sprunggelenk (Hock: ragt deutlich nach hinten und bildet den markanten Winkel im Hinterbein), Röhrbein (langer und gerader Knochenabschnitt zwischen Sprungelenk und Huf), Fesselgelenk (federndes Gelenk oberhalb des Hufs) - und die Hufe - bestehend aus zwei symetrischen Hauptklauen, zwei kleinen Afterklauen und einer harten Hornkapsel. Die Beine verlaufen unterhalb der Hüfte beinahe senkrecht, ähnlich wie bei einem Menschen, obwohl die Anatomie der Tauren eindeutig bovin bleibt.
Überlebenswichtig sind die inneren Organe der Tauren. Hierzu zählen zum Beispiel das Gehirn - welches im Kopf liegt -, die Lunge - welche in der oberen Brust liegt - sowie das Herz - welches ebenfalls in der Brust liegt - und die Haut mit dem Fell die den Körper umschließt. Eine Besonderheit stellt der vierteilige Magen des Taurus dar, der die pflanzliche Nahrung sortiert und das Wiederkäuen einleitet. Zudem besitzt der Taurus noch viele weitere wichtige Organe.
Die Tauren sind von großem und kräftigem Wuchs. Männliche und weibliche Exemplare werden zwischen sechs ¼ bis sechs ¾ Fuß groß. Männliche und weibliche Kinder befinden sich im steten Wachstum. Während der Adoleszenz werden sowohl männliche als auch weibliche Tauren zwischen 5 ¾ und sechs ¾ Fuß groß.
Männliche Tauren wiegen durchschnittlich ca. 43 Pfund pro Fuß, weibliche Tauren 40 Pfund pro Fuß. Jugendliche männliche Tauren wiegen im Schnitt ca. 40 Pfund pro Fuß, jugendliche weibliche Tauren wiegen ca. 38 Pfund pro Fuß. Bezüglich der Körperform herrschen bei Tauren mesomorphe bis gelegentlich leicht endomorphe Strukturen, je nach Individuum. Der Körper der Tauren ist muskulös und massig, was ihrem Äußeren eine sehr breite und - trotz ihrer Größe - gedrungene Erscheinung verleiht.
Physiologie
Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Taurus liegt bei ca. 90 Jahren.
Tauren können sich nicht außerhalb ihrer Rasse fortpflanzen. Die Fortpflanzungsfähigkeit tritt bei Eintritt bis Abschluss der Adoleszenz ein, was bei Tauren einem Alter zwischen dem 5. und 8. Lebensjahr entspricht.
Tauren sind Pflanzenfresser. Sie ernährten sich von Pflanzen und Pilzen und meiden Fleisch, Fisch sowie sonstige tierische Produkte. Sie können Alkohol konsumieren, aufgrund ihrer Körpermasse auch in rohen Mengen.
Zur Regeneration benötigen Tauren Schlaf. Ihr optimales Schlafpensum liegt bei zwischen sechs und sieben Stunden pro Tag. Ein Taurus der regelmäßig täglich weniger als fünf Stunden schläft, muss mit Beeinträchtigungen seines Alltags rechnen (Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, etc.).
Tauren können in Umgebungen mit regelmäßigen Temperaturen von zwischen 10 °C und 30 °C überleben. Alles darunter der darüber halten sie nur temporär aus.
Tauren besitzen die Fähigkeit der Regeneration in begrenztem Maße. Ihr Körper kann kleine bis mittelschwere Verletzungen und auch einige Erkrankungen durch Ruhe und Pflege innerhalb längerer Zeiträume heilen. Bei schweren Verletzungen oder lebensgefährlichen Erkrankungen stößt ihr Körper an seine Grenzen. Durch die richtige Unterstützung (z. B. Behandlung, Medizin, Magie, Tränke) kann der Körper eines Taurus aber sogar diese Umstände überleben.
Tauren verfügen über große Körperkraft und Vitalität. Sie können auf kurze Distanz sogar relativ schnell beschleunigen, dafür sind sie unbeweglich und nicht sonderlich ausdauernd.
Sinne & Wahrnehmung
Tauren sind in der Lage ihre Umgebung durch verschieden Sinnesorgane wahrzunehmen und so Gefahren, Beute oder andere wichtige Dinge zu erkennen.
Durch ihre Augen verfügen Tauren über Sehvermögen. Dieses funktioniert schlechter, je dunkler die Umgebung wird. Durch ihr Sehvermögen können Tauren Dinge in ihrer Umgebung visuell erfassen. Je kleiner und je weiter entfernt ein Objekt ist, desto schwerer wird es für einen Taurus dieses Objekt zu sehen.
Durch ihre Ohren verfügen Tauren über Hörvermögen. Je näher und lauter das Geräusch verursacht wird, desto klarer und deutlicher ist es zu vernehmen. Je weiter entfernt oder leiser ein Geräusch ist, desto schwerer fällt es einem Taurus dieses wahrzunehmen, bis es ihm gar nicht mehr gelingt. Tauren können Klänge ungefähr der Richtung zuordnen, aus welcher sie erzeugt wurden.
Durch ihre Nase verfügen Tauren über einen Geruchssinn. Mit diesem können sie nahe Gerüche wahrnehmen, jedoch nur bedingt der Richtung zuordnen, aus welcher sie kamen. Allerdings können sie in gewissem Rahmen Gerüche unterscheiden und verschiedenen Dingen zuordnen. Dies dient vor allem zur Erkennung von Gefahren, zur Überprüfung von Lebensmitteln und zur unterbewussten Unterstützung bei der Partnerwahl. Tauren haben eine besondere Gabe dafür, Pflanzen zu riechen und anhand des Geruchs zu erkennen.
Durch ihre Zunge haben Tauren einen Geschmackssinn. Mit diesem können sie verschiedenen Aromen schmecken. So kann der Geschmackssinn Tauren vor der versehentlichen Aufnahme von giftigen oder verdorbenen Lebensmitteln warnen. Zudem dient der Geschmackssinn als Belohnungssystem für die Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe.
Durch den Tastsinn können Tauren Druck, Temperatur oder Schmerzen wahrnehmen. Hierdurch kann der Taurus sich orientieren. Es lassen sich zudem Gegenstände begreifen, Gefahren erkennen und soziale Bindungen schließen.
Geist & Psyche
Tauren sind soziale Individuen, welche sich innerhalb einer Gemeinschaft sicher und geborgen fühlen. Sie sind sehr protektiv und fürsorglich, können in dieser Funktion allerdings auch schnell aggressiv werden. Sie sind nicht für ihre Geduld oder ihren Humor bekannt. Tauren haben einen unheimlich starken Willen und sind besonders treu.
Glaube & Magie
Tauren sind arkane Kreaturen, trotzdem haben sie in einigen Göttern religiöse Gönner gefunden. Hierzu zählen Lux, Fae, Dolgrim, Zephyra und Nauron. Einzig Umbrox verwehrt den Tauren seinen Segen, wahrscheinlich aufgrund ihrer übergoßen Liebe zu seiner Zwillingsschwester.
Tauren können prinzipiell ein arkanes Potenzial für die Schule der Antiarkanik, der Arkanistik und der Schutzmagie sowie der Arkanen Bädnigung entwickeln.
Sie sind besonders resistent gegenüber schwarzer Arkanik, wesewegen zwar kein schwarzarkanes Potenzial entwickeln können, dafür aber auch einen natürlichen Widerstand gegen schwarzarkane Beeinflussungsversuche haben.
Tauren stellen eine Besonderheit dar, da einige von ihnen trotz ihres Arkanen Wesens und ihrer Treue zum Allvater und den Engeln eine besonders fanatischen Glauben für die Göttin Lux hegen. Dies würde an sich ein Widerspruch darstellen, doch durch die Tauren gewinnt Lux Einfluss sogar innerhalb der Anderwelt und so gwährt sie den ehemaligen Wächtern der Anderwelt weiterhin ihre Gunst.