Schattenriesen
Einst die stolzen Riesen (Volk der Otala), von der Dämonin Zwist mit schwarzer Arkanik geflutet — Geist und Treue blieben ungebrochen. Der Sieg der Dämonen formte sie zu Schattenriesen um; sie flohen nach Lichterra. Furchteinflößend groß, doch nicht verdorben — in den Frostlanden gern gesehen.
- Gattung
- Aurori
- Herkunft
- Einst die Riesen (Volk der Otala), Schöpfung des Engels Aurora
- Heimat
- Häufig in den Jarltümern der Frostlande
- Größe
- 2,44–2,59 m
- Lebenserwartung
- ca. 250 Jahre
- Magie
- Erd-, Wasser-, Schatten-, Naturmagie; Antiarkanik, Morphomantie, Arkane Bändigung; Blutmagie, Schwarze Bändigung
Herkunft & Geschichte
Die Vorfahren der Schattenriesen waren die Riesen. Diese waren starke Kreaturen von hünenhaftem Wuchs. Geschaffen wurden die Riesen vom Engel Aurora - eine der ersten Töchter des Allvaters - welche von allen Engeln die höchste Schaffenskraft geerbt hatte. Aurora schuf die Riesen als stolze und reine Kreaturen, mit einem starken Sinn für Gemeinschaft und Familie.
Durch die Schlacht, den Sieg der Dämonen, und der absoluten Übernahme der schwarzen Arkanik innerhalb der Anderwelt veränderten sich die Riesen so signifikant, dass aus ihnen eine neue Rasse entstand: die Schattenriesen. Die Schattenriesen flohen nach der verlorenen Schlacht durch die Portale der Anderwelt nach Lichterra, um den Dämonen zu entkommen. Die Riesen in ihrer ursprünglichen Form waren somit endgültig ausgelöscht, die Schattenriesen waren ihr Erbe.
Die Schattenriesen wirken aufgrund ihrer enormen Größe und ihres Aussehens erschreckend auf viele Bewohner Lichterras. Mancherorts werden sie gemieden oder gar verstoßen. Einige Völker Lichterras haben Schattenriesen mit in ihre Gesellschaft aufgenommen. So sind Schattenriesen innerhalb der Jarltümer der Frostlande sogar recht häufig anzutreffen.
Körper & Erscheinung
Der Körper der Schattenriesen besteht aus verschiedenen Bereichen. Schattenriesen besitzen einen Kopf mit Gesicht, Stirn, Schläfe, Hinterkopf und Haaren. Auf und in dem Gesicht liegen verschiedene Sinnesorgane und Gesichtsteile wie die Augen, die Ohren, die Nase, der Mund, die Lippen, die Zähne, die Zunge, die Augenbrauen und auch die Wimpern. Die Gesichter der Schattenriesen haben oft eine eckige Form und sind mittelang bis lang. Die Gesichtszüge der Schattenriesen sind oftmals grob und kantig und ihre Ohren haben ein runde Form. Die männlichen Schattenriesen haben zum Teil Bartwuchs, die weiblichen Schattenriesen nicht. Schattenriesen haben eine ähnliche Körperbehaarung wie Menschen. Ihre Haarfarbe ist schwarz. Ihre Augenfarbe ist von einem dunklen bis hellen violett. Die Gesichter der Schattenriesen haben nicht das makellose, jugendhafte und faltenfreie Aussehen ihrer Vorfahren. Ihre Züge sind eher grob und sie sehen aufgrund ihrer Miene und der Falten oftmals grimmig aus.
Weiterhin haben Schattenriesen sowohl einen Hals, bestehend aus Nacken, Kehlkopf und Speiseröhre, wie auch einen Rumpf. Der Rumpf setzt sich zusammen aus dem Brustkorb - bestehend aus Brust, Brustbein, Rippen und Schulterblättern -, dem Bauch - bestehend aus Bauch, Nabel, Becken, Hüfte und Flanken - und dem Rücken - bestehend aus Wirbelsäule, Lendenwirbel und Steißbein. Der Oberkörper der Schattenriesen war noch muskulöser, als der ihrer Vorfahren. Ihre Statur variiert zwischen muskulös, schlank und massig.
Außerdem besitzen Schattenriesen obere Gliedmaßen. Zu diesem Bereich gehören die Oberkörperteile - wie Achselhöhle und Schulter -, die Arme - bestehend aus Oberarm, Unterarm und Ellenbogen - und den Händen - bestehend aus Handgelenk, Handfläche, Handrücken und fünf Fingern (mit Fingernägeln) je Hand. Die Arme der Schattenriesen sind übermäßig lang und breit, ihre Hände wirken wie große Pranken (ohne Klauen).
Zudem besitzen Schattenriesen untere Gliedmaßen. Zu diesen zählen die Beine - bestehend aus Oberschenkel, Unterschenkel, Knie, Kniekehle, Wade und Schienbein - und die Füße - bestehend aus Knöchel, Ferse, Fußsohle, Spann und fünf Zehen (mit Zehnägeln) pro Fuß. Die Beine der Schattenriesen sind übermäßig lang und breit.
Überlebenswichtig sind die inneren Organe der Schattenriesen. Hierzu zählen zum Beispiel das Gehirn - welches im Kopf liegt -, die Lunge - welche in der oberen Brust liegt - sowie das Herz - welches ebenfalls in der Brust liegt - und die Haut - die den Körper umschließt. Zudem besitzt der Schattenriese noch viele weitere wichtige Organe. Ihre Hautfarbe hat einen blaugrauen Ton, welcher zwsichen hell und etwas dunkler variiert.
Die Schattenriesen sind von riesigem und kräftigem Wuchs. Männliche und weibliche Exemplare werden zwischen acht bis acht ½ Fuß groß. Männliche und weibliche Kinder befinden sich im steten Wachstum. Während der Adoleszenz werden sowohl männliche als auch weibliche Schattenriesen zwischen sieben und acht ½ Fuß groß.
Männliche Schattenriesen wiegen durchschnittlich ca. 50 Pfund pro Fuß, weibliche Riesen 47 Pfund pro Fuß. Jugendliche männliche Schattenriesen wiegen im Schnitt ca. 47 Pfund pro Fuß, jugendliche weibliche Schattenriesen wiegen ca. 44 Pfund pro Fuß. Bezüglich der Körperform herrschen bei Schattenriesen ektomporphe, endomorphe oder auch mesomorphe Strukturen, je nach Individuum. Der Körper der Schattenriesen ist in jedem Fall massiger und grobschlächtiger als der ihrer Vorfahren.
Physiologie
Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Schattenriesen liegt bei ca. 250 Jahren.
Schattenriesen können sich nicht außerhalb ihrer Rasse fortpflanzen. Die Fortpflanzungsfähigkeit tritt bei Eintritt bis Abschluss der Adoleszenz ein, was bei Schattenriesen einem Alter zwischen dem 25. und 50. Lebensjahr entspricht.
Schattenriesen sind Allesfresser. Sie ernährten sich von Pflanzen und Pilzen, Fleisch und Fisch sowie sonstigen tierischen Produkten. Sie können Alkohol konsumieren, aufgrund ihrer Körpergröße auch in rohen Mengen.
Zur Regeneration benötigen Schattenriesen Schlaf. Ihr optimales Schlafpensum liegt bei zwischen sechs und sieben Stunden pro Tag. Ein Schattenriese der regelmäßig täglich weniger als fünf Stunden schläft, muss mit Beeinträchtigungen seines Alltags rechnen (Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, etc.).
Schattenriesen können in Umgebungen mit regelmäßigen Temperaturen von zwischen 0 °C und 30 °C überleben. Alles darunter der darüber halten sie nur temporär aus.
Schattenriesen besitzen die Fähigkeit der Regeneration in begrenztem Maße. Ihr Körper kann kleine bis mittelschwere Verletzungen und auch einige Erkrankungen durch Ruhe und Pflege innerhalb längerer Zeiträume heilen. Bei schweren Verletzungen oder lebensgefährlichen Erkrankungen stößt ihr Körper an seine Grenzen. Durch die richtige Unterstützung (z. B. Behandlung, Medizin, Magie, Tränke) kann der Körper eines Schattenriesen aber sogar diese Umstände überleben.
Schattenriesen verfügen über eine enorme Körperkraft, welche selbst die ihrer Vorfahren übersteigt. Im Gegenzug sind ihre Bewegungen meist plump und langsam, da ihre Körper sehr massig sind. Schattenriesen haben eine besonders dicke und widerstandsfähige Haut, welche sie vor Kälte und physischen Einflüssen schützt.
Sinne & Wahrnehmung
Schattenriesen sind in der Lage ihre Umgebung durch verschieden Sinnesorgane wahrzunehmen und so Gefahren, Beute oder andere wichtige Dinge zu erkennen.
Durch ihre Augen verfügen Schattenriesen über Sehvermögen. Dieses funktioniert schlechter, je dunkler die Umgebung wird. Durch ihr Sehvermögen können Schattenriesen Dinge in ihrer Umgebung visuell erfassen. Je kleiner und je weiter entfernt ein Objekt ist, desto schwerer wird es für einen Schattenriesen dieses Objekt zu sehen.
Durch ihre Ohren verfügen Schattenriesen über Hörvermögen. Je näher und lauter das Geräusch verursacht wird, desto klarer und deutlicher ist es zu vernehmen. Je weiter entfernt oder leiser ein Geräusch ist, desto schwerer fällt es einem Schattenriesen dieses wahrzunehmen, bis es ihm gar nicht mehr gelingt. Schattenriesen können Klänge ungefähr der Richtung zuordnen, aus welcher sie erzeugt wurden.
Durch ihre Nase verfügen Schattenriesen über einen Geruchssinn. Mit diesem können sie nahe Gerüche wahrnehmen, jedoch nur bedingt der Richtung zuordnen, aus welcher sie kamen. Allerdings können sie in gewissem Rahmen Gerüche unterscheiden und verschiedenen Dingen zuordnen. Dies dient vor allem zur Erkennung von Gefahren, zur Überprüfung von Lebensmitteln und zur unterbewussten Unterstützung bei der Partnerwahl.
Durch ihre Zunge haben Schattenriesen einen Geschmackssinn. Mit diesem können sie verschiedenen Aromen schmecken. So kann der Geschmackssinn Schattenriesen vor der versehentlichen Aufnahme von giftigen oder verdorbenen Lebensmitteln warnen. Zudem dient der Geschmackssinn als Belohnungssystem für die Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe.
Durch den Tastsinn können Schattenriesen Druck, Temperatur oder Schmerzen wahrnehmen. Hierdurch kann der Schattenriesen sich orientieren. Es lassen sich zudem Gegenstände begreifen, Gefahren erkennen und soziale Bindungen schließen.
Geist & Psyche
Schattenriesen sind zwar soziale Individuen, doch kommen sie auch gut als Einzelgänger zurecht. Einige Schattenriesen haben der Gesellschaft den Rücken zugekehrt und leben in der Wildnis als Einsiedler. Andere Schattenriesen haben sich den verschiedenen Völkern Lichterras angeschlossen und sich dort integriert. Auch wenn sie schwarzarkan veränderte Kreaturen sind, so ist ihr Wesen nicht generell verdorben. Der Charakter eines Schattenriesen ist individuell höchst verschieden, ähnlich wie bei Menschen.
Schattenriesen sind übermäßig willensstark. Es ist beinahe unmöglich den Willen eines Schattenriesen zu brechen.
Glaube & Magie
Die Schattenriesen sind schwarzarkane Kreaturen und wurden somit seit ihrer Flucht durch die Portale von den Göttern Lichterras misstrauisch beäugt. Einige Götter verwehrten den Schattenriesen ihre Gunst, andere wandten sich ihnen zu. Durch die strenge Praktizierung des jeweiligen Glaubens können Schattenriesen Göttermagie aus den Domänen der Naturmagie (Fae), der Schattenmagie (Umbrox), der Erdmagie (Dolgrim) und der Wassermagie (Nauron) wirken. Zephyra und Lux lehnen die Schattenriesen aufgrund ihrer Herkunft ab.
Die Vorfahren der Schattenriesen waren Wesen reiner Arkanik. Teile dieses Erbes können auch heute noch in Form von arkanem Potenzial auftreten. Dieses betrifft meist die Schulen der Antiarkanik, der Morphomantie und der Arkanen Bändigung.
Schattenriesen können ein schwarzarkanes Potenzial für die Schule der Blutmagie und der Schwarzen Bändigung entwickeln.