Akumi
Aus den Knochen gefallener Engel geschaffen, um Engel zu töten — und vom Erzengel Kor befreit. In Lichterra wurden sie begnadete Schmiede, denen weder Hitze noch Kälte etwas anhaben kann. Statt Haut tragen sie die Atina, einen Steinpanzer, dessen Risse je nach Gemüt blau bis rot glühen.
- Gattung
- Barbacosi
- Herkunft
- Aus den Knochen gefallener Engel, geschaffen von Barbacas
- Heimat
- Aus der Anderwelt geflohen, heute über Lichterra verteilt
- Größe
- 1,68–1,91 m
- Lebenserwartung
- ca. 150 Jahre
- Magie
- Zerstörung; über den Dolgrim-Glauben Erdmagie, mitunter Arkanistik
- Besonderes
- Statt Haut der glühende Atina-Steinpanzer — erlischt er, zerfallen sie zu Staub
Herkunft & Geschichte
Die Geschichte der Akumi begann mit ihrer Schöpfung durch den Dämonenfürsten Barbacas. Barbacas - einst ein Engel und einer der ersten Schöpfungen des Allvaters - ist seines Zeichens bekannt als Dämon der Zerstörung. Er liebt zerstörerische Einflüsse wie Feuer, Eis und Blitze. Obwohl er einst zum Dämon mutierte und der Großteil seiner Macht mittlerweile ausschließlich der Zerstörung dient, so hat Barbacas noch genug schöpferische Energie um eigene Kreaturen zu erschaffen.
Nach der Schlacht gegen die Engel und dem Sieg der Dämonen schuf Barbacas die Akumi. Deren einziger Zweck sollte es sein, die verbliebenen Engel innerhalb der Anderwelt aufzuspüren und zu vernichten. Der Dämonenfürst sammelte die Knochen seiner einstigen Brüder und Schwestern (der Engel) und formte aus diesen Überresten die Akumi. Er stattete sie mit zerstörerischer Magie aus und hoffte ihr engelhaftes Erbe würde ihnen ermöglichen, die restlichen Engel aufzuspüren. Und tatsächlich, die Akumi hatten ein Talent darin ihre Ziele aufzuspüren und zu vernichten. Sie waren willenlose Sklaven ihres Herrschers und erfüllten ihre Aufgabe stets. Der Plan des Barbacas ging auf, bis die Akumi in einen für sie schicksalhaften Konflikt gerieten.
In den tiefen der Anderwelt trafen sie auf Kor - der erste Engel und einer der Erzengel des Allvaters. Es wäre Kor ein leichtes gewesen die Akumi einfach auszulöschen, übertraf seine Macht selbst die der mächtigsten Dämonenfürsten. Doch im Blick der Akumi erkannte Kor mehr als die Bestien, zu denen Barbacas sie gemacht hatte. Er sah Güte, Sehnsucht und den Wunsch nach Freiheit, den Wunsch sie vom Joch ihres Schöpfers zu erlösen. Auch spürte er das engelhafte Erbe im Inneren der Akumi. So opferte Kor ein Teil seiner Kräfte und befreite durch seine Macht die Akumi von ihren Fesseln. Barbacas raste vor Zorn, als er spürte wie seine Verbindung zu den Akumi gekappt wurde, doch er war zu weit entfernt, an einem anderen Winkel der Anderwelt und konnte das Handeln des Erzengels nicht aufhalten. Die Akumi trugen den völlig erschöpften Kor und gemeinsam entschwanden sie der Anderwelt durch eines der Portale in Richtung Lichterra.
So fassten die Akumi in Lichterra Fuß und ihre Poulation wuchs rasch an. Aufgrund ihres fremdartigen Äußeren wurden sie anfangs oftmals misstrauisch beäugt. Doch sahen sie weder übermäßig abstoßend aus, noch zeigten sie solche Verhaltensweisen. So integrierten sich die Akumi in viele verschiedene Völker Lichterras und sind heute ine fester Bestandteil des Kontinents.
Körper & Erscheinung
Der Körper der Akumi besteht aus verschiedenen Bereichen. Akumi besitzen einen Kopf mit Gesicht, Stirn, Schläfe, Hinterkopf, jedoch ohne Haare. Auf und in ihrem Gesicht liegen verschiedene Sinnesorgane und Gesichtsteile wie die Augen, die Ohren, die Nase, der Mund, keine Lippen, die Zähne, die Zunge, jedoch keine Augenbrauen und keine Wimpern. Die Köpfe der Akumi variieren in ihrer Form zwischen diamantförmig und dreieckig. Ihre Gesichter haben meist scharfe und kantige Züge. Die Nasen der Akumi sind oftmals grade und unauffällig. Ihre Ohren sind abgerundet und verhältnismäßig klein (jedoch nicht ungewöhnlich). Die Akumi haben meist kräftige und kantige Kiefer mit einem ernsten Mund. Sie haben stumpfe Zähne schwarzer Farbe. Akumi wachsen keinerlei Haare. Ihre Augenfarbe variiert zwischen hellem giftgrün, leuchtendem hellrot, stechendem hellblau oder eiskaltem weiß.
Weiterhin haben Akumi sowohl einen Hals, bestehend aus Nacken, Kehlkopf und Speiseröhre, wie auch einen Rumpf. Der Rumpf setzt sich zusammen aus dem Brustkorb - bestehend aus Brust, Brustbein, Rippen und Schulterblättern -, dem Bauch bestehend aus Bauch, Nabel, Becken, Hüfte und Flanken - und dem Rücken - bestehend aus Wirbelsäule, Lendenwirbel und Steißbein.
Außerdem besitzen Akumi obere Gliedmaßen. Zu diesem Bereich gehören die Oberkörperteile - wie Achselhöhle und Schulter -, die Arme - bestehend aus Oberarm, Unterarm und Ellenbogen - und den Händen - bestehend aus Handgelenk, Handfläche, Handrücken und fünf Fingern (ohne Fingernägeln) je Hand.
Zudem besitzen Akumi untere Gliedmaßen. Zu diesen zählen die Beine - bestehend aus Oberschenkel, Unterschenkel, Knie, Kniekehle, Wade und Schienbein - und die Füße - bestehend aus Knöchel, Ferse, Fußsohle, Spann und fünf Zehen (ohne Zehnägeln) pro Fuß.
Überlebenswichtig sind die inneren Organe der Goblins. Hierzu zählen zum Beispiel das Gehirn - welches im Kopf liegt -, die Lunge - welche in der oberen Brust liegt - sowie das Herz - welches ebenfalls in der Brust liegt. Eine Haut besitzen die Akumi nicht wirklich. Stattdessen werden ihre Organe von kohleförmigen, gesteinsartigen Klupmen verdeckt, welche sich präzise aneinander reihen und ein abwechslungsreiches und extrem individuelles Muster ergeben. Diese Schicht, welche die Haut ersetzt und für die Hitzeregulierung oder die Abwehr schädlicher äußerer Einflüsse verantwortlich ist, wird Atina genannt und hat von Natur aus eine dunkelgraue bis schwarze Färbung. Die Atina überdeckt den ganzen Körper der Akumi. Im Gesicht ist sie sehr fein, an großflächigen Körperstellen ist sie gröber. Zudem besitzen Akumi noch viele weitere wichtige Organe.
Die Akumi sind von mittlerem Wuchs. Männliche und weibliche Exemplare werden zwischen fünf ½ bis sechs ¼ Fuß groß. Die Kinder der Akumi - männlich sowie weiblich - befinden sich im steten Wachstum. Während der Adoleszenz werden sowohl männliche als auch weiblich Akumi zwischen fünf ¼ und sechs ¼ Fuß groß.
Männliche Akumi wiegen ca. 29 Pfund pro Fuß, weibliche Akumi dagegen im Schnitt ca. 27 Pfund pro Fuß. Jugendliche männliche Akumi wiegen im Schnitt ca. 26 Pfund pro Fuß, jugendliche weibliche Akumi wiegen ca. 24 Pfund pro Fuß. Bezüglich der Körperform herrschen bei allen Akumi ektomorphe bis mesomorphe Strukturen vor.
Physiologie
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei männlichen und weiblichen Akumi bei ca. 150 Jahren.
Akumi können sich nicht außerhalb ihrer Rasse fortpflanzen. Die Fortpflanzungsfähigkeit tritt Eintritt bis Abschluss der Adoleszenz ein, was bei männlichen und weiblichen Akumi einem Alter zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr entspricht.
Akumi ernähren sich von allem was sie finden. Sie können Fleich, Fisch, Pflanzen, Pilze aber auch Fasern und Ähnliches verdauen. Ihre Leibspeise sind allerdings Steine. Durch die extremen Temperaturen in ihrem Inneren und ihrem übertrieben heißen Speichel können Akumi quasi alles zerkleinern und Verdauen. Akumi müssen zum Überleben keine Flüssigkeiten aufnehmen, dafür haben sie ein erhöhten Kalorienbedarf.
Zur Regeneration benötigen Akumi Schlaf. Das optimale Schlafpensum eines Akumi liegt bei zwischen sechs und acht Stunden pro Tag. Ein Akumi der regelmäßig täglich weniger als fünf Stunden schläft, muss mit Beeinträchtigungen seines Alltags rechnen (Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, etc.).
Akumi können jeder Umgebung überleben, unabhängig der Temperatur. Ihre innere Hitze in Verbindung mit der Atina verleiht ihnen eine unnachahmliche Hitze- und Kälteresistenz.
Akumi besitzen die Fähigkeit der Regeneration in begrenztem Maße. Ihr Körper kann kleine bis mittlere Verletzungen oder auch viele Erkrankungen durch Ruhe und Pflege innerhalb längerer Zeiträume heilen. Bei schweren Verletzungen oder lebensgefährlichen Erkrankungen stößt ihr Körper an seine Grenzen. Durch die richtige Unterstützung (z. B. Behandlung, Medizin, Magie, Tränke) kann der Körper eines Akumi aber sogar diese Umstände überleben.
Akumi haben sehr besondere Eigenschaften. Die schwarze Arkanik beschwört in ihrem Inneren bereits größtmöglich zerstörerische Kräfte. So wüten dort Hitze und Kälte in ungeheuerem Ausmaß gegeneinander an. Ihre inneren Organe sind extrem resistent gegen diese Einflüsse und die Atina bewahrt diese Kräfte vorm Ausbruch. Die Kräfte im Inneren eines Akumi variieren in ihrem Ausmaß je nach Gemütszustand des Akumi. Diese Zustände sind durch die feinen Risse und Lücken innerhalb der Atina auch außen zu sehen. Ist ein Akumi ruhig, entspannt oder gelassen, so glühen die Einkerbungen und Rillen seiner Atina in einem hellen bläulichen Ton. Je erregter er wird, desto rötlicher wird die Aura seiner Atina, sodass sie bei Zorn, Ekstase, Freude oder anderen starken Emotionen rot leuchtet. Je älter ein Akumi wird, desto schwächer wird sein Leuchten. Wenn es ganz erlischt, zerfällt der Akumi zu Staub.
Sinne & Wahrnehmung
Akumi sind in der Lage ihre Umgebung durch verschiedene Sinnesorgane wahrzunehmen und so Gefahren, Beute oder andere wichtige Umstände und Faktoren zu erkennen.
Durch ihre Augen verfügen Akumi über Sehvermögen. Dieses funktioniert schlechter, je dunkler die Umgebung wird. Da Akumi von Natur aus selbst Licht abgeben, haben sie eine Dunklsicht oder Finstersicht nicht nötig. Durch ihr Sehvermögen können Akumi Dinge in ihrer Umgebung visuell erfassen. Je kleiner ein Objekt ist und je weiter es entfernt ist, desto schwerer wird es für einem Akumi dieses Objekt zu sehen.
Durch ihre Ohren verfügen Akumi über Hörvermögen. Je näher und je lauter ein Geräusch verursacht wird, desto klarer und deutlicher ist es zu vernehmen. Je weiterweg oder je leiser ein Geräusch ist, desto schwieriger ist es einem Akumi dieses zu vernehmen, bis es ihm gar nicht mehr gelingt. Akumi können Klänge ungefähr der Richtung zuordnen, aus welcher sie erzeugt wurden.
Durch ihre Nase verfügen Akumi über einen Geruchssinn. Mit diesem können sie nahe Gerüche wahrnehmen, jedoch nur bedingt der Richtung zuordnen, aus welcher sie kamen. Allerdings können Akumi in gewissem Rahmen Gerüche unterscheiden und verschiedenen Dingen zuordnen. Dies dient vor allem zur Erkennung von Gefahren, zur Überprüfung von Lebensmitteln und zur unterbewussten Unterstützung bei der Partnerwahl.
Akumi haben kein Geschmackssinn.
Durch den Tastsinn können Akumi Druck, Temperatur oder Schmerzen wahrnehmen. Hierdurch kann der Akumi sich orientieren. Es lassen sich zudem Gegenstände begreifen, Gefahren erkennen und soziale Bindungen schließen.
Geist & Psyche
Obwohl sie schwarzarkane Kreaturen sind, welche nur zum Zwecke der Zerstörung geschaffen wurden, sind Akumi keine von Natur aus bösartigen Kreaturen. Ihr Charakter variiert und ist ähnlich wie bei Menschen von Individuum zu Individuum verschieden. Einzig ist zu sagen, dass Akumi soziale Wesen sind und es bevorzugen innerhalb von Gesellschaften zu leben.
Glaube & Magie
Die Akumi sind schwarzarkane Wesen, welchen die schwarze Arkanik wortwörtlich im Blute liegt. Somit sind ein typisches Feindbild der Götter Lichterras und so von fast jeder Gottheit geächtet. Akumi haben stets ein schwarzarkanes Potenzial für die Schule der Zerstörung. Lassen sie dies ungenutzt, so können sie sich durch tiefen Glauben die Gunst von Dolgrim - dem Gott der Erde - erarbeiten und Göttermagie aus der Domäne der Erdmagie wirken.
Akumi können bis auf die Schule der Zerstörung keine Magie aus anderen schwarzarkanen Schulen wirken. Überraschenderweise können eingie Akumi jedoch auch ein arkanes Potenzial aufweisen und so Zauber aus der Schule der Arkanistik wirken. Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies damit zu hat, dass ihre Körper einst aus den Knochen der Engel geschaffen wurden, welche ja Träger der Arkanik waren.
Akumi sind in Lichterra als hervorragende Handwerker bekannt. Sie können lange in der Schmeide stehen, ohne dass ihnen die Hitze etwas ausmacht. Ihre Schmiedekusnt ist zwar nicht so filigran wie die der Zwerge oder der Hunger, doch ihre arkanen Verzauberungen in Verbindugn mit ihrem Handwerk sind einzigartig.