Goblins
Vertriebene Kobolde, die durch Portale in die Anderwelt gerieten. Die Schwarze Arkanik formte sie um — grau-bläuliche Haut, keine Reißzähne. Ihre Magie ist so lautlos wie ihr Schritt, und als einzige Wesen Lichterras scheinen sie immun gegen den Verfall.
- Gattung
- Orlugha
- Herkunft
- Vertriebene Kobolde, durch Portale in die Anderwelt geraten
- Heimat
- Höhlen der westlichen Anderwelt
- Größe
- 1,37–1,45 m
- Lebenserwartung
- ca. 85 Jahre
- Magie
- Alle sieben Schulen der Schwarzarkanik — lautlos gewirkt
- Besonderes
- Als einzige Wesen Lichterras immun gegen den Verfall
Herkunft & Geschichte
Die Kobolde entstanden im Zuge der Arkanen Explosion aus den Orks der Nebelsümpfe. Einige Orks veränderten in den Jahren nach der arkanen Explosion stark ihre äußere Beschaffenheit. Sie schrumpften stark, wurden schwächer und dünner. In einer Gesellschaft, in welcher nur das Recht des Stärkeren galt, waren die Kobolde eine willkommene Beute. Etliche der Kobolde wurden von den größeren Nebelorks umgebracht. Viele Kobolde flohen aus dem Nebelstamm. Sie suchten ihr Glück anderswo in Lichterra, einige sogar in der Anderwelt. Die Kobolde, welche blieben, wurden mit der Zeit ausgerottet, sodass heute kaum mehr ein Kobold innerhalb der Nebelsümpfe existiert.
Die Goblins entstanden nun wiederum aus denjenigen Kobolden, welche in die Anderwelt flohen. Ihre Geschichte ist ähnlich derer der Hunger. Die Geflüchteten suchten in der Anderwelt einen Ort, an dem sie sich niederlassen konnten. Allerdings waren auch sie bald Ziel von Bestien und Dämonen, welche etliche Kobolde jagten und umbrachten. Die Kobolde flohen in die Höhlen der westlichen Anderwelt. In den Tiefen der Höhlen fanden sie Zuflucht an einem Ort, der ihnen Schutz und Geborgenheit bot. Hier bauten sie sich eine Existenz auf. Die schwarzarkanen Einflüsse der Anderwelt veränderten auch die Kobolde. Ihre Haut wurde dunkel und blau-gräulich, ihre Körper veränderten sich und vor allem ihre Fähigkeit, das schwarzarkane Potenzial in ihrem Inneren zu nutzen, wuchs gewaltig an. So wurde aus den ehemaligen Kobolden der Anderwelt die heutigen Goblins.
Körper & Erscheinung
Der Körper der Goblins besteht aus verschiedenen Bereichen. Goblins besitzen einen Kopf mit Gesicht, Stirn, Schläfe, Hinterkopf und Haaren. Auf und in dem Gesicht liegen verschiedene Sinnesorgane und Gesichtsteile wie die Augen, die Ohren, die Nase, der Mund, die Lippen, die Zähne, die Zunge, die Augenbrauen und die Wimpern. Die Köpfe der Goblins variieren in ihrer Form zwischen diamantförmig und dreieckig, sind aber zumeist etwas rundlicher. Ihre Gesichter sind bereits in jungen Jahren zerfurcht, was ihrer Mimik besonders viel Ausdruck verleiht. Die Nasen der Goblins sind oftmals lang und gebogen, mit einem langen, doch kräftigen Nasenrücken. Sie haben große Nasenlöcher, welche leicht nach oben und zeitgleich auch leicht zur Seite geneigt sind. Ihre Nasenspitze läuft oftmals spitz zu und ist nach unten geneigt. Ihre Ohren sind lang, schmal und laufen spitz zu. Die Goblins haben den Unterbiss ihrer Vorfahren und den der Kobolde nicht geerbt. Ihre Münder sind sehr breit, ihre Lippen zumeist sehr dünn. Sie haben stumpfe Zähne und besitzen nicht die Hauer ihrer Vorfahren. Männlichen Kobolden kann mit Eintritt der Adoleszenz ein Bart wachsen, weiblichen Kobolen wächst dagegen keiner. Goblins haben kein Bartwuchs sowie kein Wuchs an Körperbehaarung, einzig ihr Haupthaar wächst. Die Haarfarbe der Goblins ist hierbei stets weiß bis grau. Goblins haben keine Iris oder Pupillen, ihre Augen sind vollkommen schwarz.
Weiterhin haben Goblins sowohl einen Hals, bestehend aus Nacken, Kehlkopf und Speiseröhre, wie auch einen Rumpf. Der Rumpf setzt sich zusammen aus dem Brustkorb - bestehend aus Brust, Brustbein, Rippen und Schulterblättern -, dem Bauch bestehend aus Bauch, Nabel, Becken, Hüfte und Flanken - und dem Rücken - bestehend aus Wirbelsäule, Lendenwirbel und Steißbein.
Außerdem besitzen Goblins obere Gliedmaßen. Zu diesem Bereich gehören die Oberkörperteile - wie Achselhöhle und Schulter -, die Arme - bestehend aus Oberarm, Unterarm und Ellenbogen - und den Händen - bestehend aus Handgelenk, Handfläche, Handrücken und fünf Fingern (mit Fingernägeln) je Hand.
Zudem besitzen Goblins untere Gliedmaßen. Zu diesen zählen die Beine - bestehend aus Oberschenkel, Unterschenkel, Knie, Kniekehle, Wade und Schienbein - und die Füße - bestehend aus Knöchel, Ferse, Fußsohle, Spann und fünf Zehen (mit Zehnägeln) pro Fuß.
Überlebenswichtig sind die inneren Organe der Goblins. Hierzu zählen zum Beispiel das Gehirn - welches im Kopf liegt -, die Lunge - welche in der oberen Brust liegt - sowie die beiden Herzen - welches ebenfalls in der Brust liegt und den kleinen Körper sowie die etlichen Muskeln der Goblins mit Sauerstoff versorgen - und die Haut - die den Körper umschließt. Die doppelten Herzen sind noch ein Erbe ihrer orkischen- und Koboldvorfahren. Durch eine schwarzarkane Mutation pumpt das linke Herz der Goblns allerdings kein reines Blut, sondern vor allem schwarzarkane Energie durch ihre Adern. Dies sorgt dafür, dass sie zwar weniger Ausdauer als ein Kobold haben, doch fast immer ein schwarzarkanes Potenzial entwickeln, was zumeist relativ mächtig ausfällt. Zudem besitzen Goblins noch viele weitere wichtige Organe. Ihre Hautfarbe hat eine dunkle Färbung mit einem bläulich-grauen Teint.
Die Goblins sind von kleinen Wuchs. Männliche und weibliche Exemplare werden zwischen vier ½ bis vier ¾ Fuß groß. Die Kinder der Goblins - männlich sowie weiblich - befinden sich im steten Wachstum. Während der Adoleszenz werden sowohl männliche als auch weiblich Goblins zwischen vier ¼ und vier ¾ Fuß groß.
Männliche Goblins wiegen ca. 25 Pfund pro Fuß, weibliche Goblins dagegen im Schnitt ca. 23 Pfund pro Fuß. Jugendliche männliche Goblins wiegen im Schnitt ca. 23 Pfund pro Fuß, jugendliche weibliche Goblins wiegen ca. 21 Pfund pro Fuß. Bezüglich der Körperform herrschen bei allen Goblins ektomorphe bis endomorphe Strukturen vor.
Physiologie
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei männlichen und weiblichen Goblins bei ca. 85 Jahren.
Goblins können sich nicht außerhalb ihrer Rasse fortpflanzen. Die Fortpflanzungsfähigkeit tritt Eintritt bis Abschluss der Adoleszenz ein, was bei männlichen und weiblichen Goblins einem Alter zwischen dem 12. und 16. Lebensjahr entspricht.
Goblins ernähren sich von Pilzen, Pflanzen sowie tierischen Produkten. Sie haben eine Unverträglichkeit für Fleisch und Fisch. Zudem können sie Alkohol konsumieren und in kleinen Mengen vertragen.
Zur Regeneration benötigen Goblins Schlaf. Das optimale Schlafpensum eines Goblins liegt bei zwischen fünf und sechs Stunden pro Tag. Ein Goblin der regelmäßig täglich weniger als vier Stunden schläft, muss mit Beeinträchtigungen seines Alltags rechnen (Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, etc.).
Goblins können in Umgebungen mit regelmäßigen Temperaturen von zwischen 10 °C und 30 °C überleben. Alles darunter der darüber halten sie nur temporär aus. Sie haben eine keine gesonderten Hitze- oder Kälteresistenzen.
Goblins besitzen die Fähigkeit der Regeneration in begrenztem Maße. Ihr Körper kann kleine bis mittlere Verletzungen oder auch viele Erkrankungen durch Ruhe und Pflege innerhalb längerer Zeiträume heilen. Bei schweren Verletzungen oder lebensgefährlichen Erkrankungen stößt ihr Körper an seine Grenzen. Durch die richtige Unterstützung (z. B. Behandlung, Medizin, Magie, Tränke) kann der Körper eines Goblins aber sogar diese Umstände überleben.
Goblins sind nicht zwingend langsam, doch auch nicht so schnell wie ihre Verwandten die Kobolde. Sie können sich jedoch lautlos und unauffällig bewegen und schaffen es oftmals, nicht auszufallen, wenn sie darauf anlegen.
Sinne & Wahrnehmung
Goblins sind in der Lage ihre Umgebung durch verschiedene Sinnesorgane wahrzunehmen und so Gefahren, Beute oder andere wichtige Umstände und Faktoren zu erkennen.
Durch ihre Augen verfügen Goblins über Sehvermögen. Dieses funktioniert schlechter, je dunkler die Umgebung wird. Durch ihr Sehvermögen können Goblins Dinge in ihrer Umgebung visuell erfassen. Je kleiner ein Objekt ist und je weiter es entfernt ist, desto schwerer wird es für einen Goblin dieses Objekt zu sehen. Goblins sind Wesen der Anderwelt und haben den großen Vorteil sowohl in Dunkelheit, als sogar in Finsternis sehen zu können. Im Sonnenlicht ist ihre Fähigkeit zu sehen dagegen eingeschränkt.
Durch ihre Ohren verfügen Goblins über Hörvermögen. Je näher und je lauter ein Geräusch verursacht wird, desto klarer und deutlicher ist es zu vernehmen. Je weiterweg oder je leiser ein Geräusch ist, desto schwieriger ist es einem Goblin dieses zu vernehmen, bis es ihm gar nicht mehr gelingt. Goblins können Klänge ungefähr der Richtung zuordnen, aus welcher sie erzeugt wurden.
Durch ihre Nase verfügen Goblins über einen Geruchssinn. Mit diesem können sie nahe Gerüche wahrnehmen, jedoch nur bedingt der Richtung zuordnen, aus welcher sie kamen. Allerdings können Goblins in gewissem Rahmen Gerüche unterscheiden und verschiedenen Dingen zuordnen. Dies dient vor allem zur Erkennung von Gefahren, zur Überprüfung von Lebensmitteln und zur unterbewussten Unterstützung bei der Partnerwahl.
Durch ihre Zunge haben Goblins einen Geschmackssinn. Mit diesem können sie verschiedenen Aromen schmecken. So kann der Geschmackssinn Goblins vor der versehentlichen Aufnahme von giftigen oder verdorbenen Lebensmitteln warnen. Zudem dient der Geschmackssinn als Belohnungssystem für die Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe.
Durch den Tastsinn können Goblins Druck, Temperatur oder Schmerzen wahrnehmen. Hierdurch kann der Goblins sich orientieren. Es lassen sich zudem Gegenstände begreifen, Gefahren erkennen und soziale Bindungen schließen.
Geist & Psyche
Goblins sind im Gegensatz zu ihren Vorfahren übermäßig soziale Kreaturen. In der Anderwelt mussten sie zusammenhalten und enge Bindungen knüpfen, um zu überleben. Dies hat sie zu sehr familiären Wesen gemacht. Zumeist gilt dieses Vertrauen jedoch nur Goblins, anderen Wesen bringen sie generell eher Misstrauen entgegen. So agieren Goblins oft sehr vorsichtig und versuchen im Verborgenen zu handeln oder zu verweilen. Die Anderwelt lehrte sie, dass sie nur überleben, solange sie nicht auffallen und nicht entdeckt werden. Dieses Verhalten beherrschen sie meisterhaft. Kobolde sind schon klüger als ihre orkischen Vorfahren und Goblins sind sogar nochmal klüger als Kobolde. Sie können Informationen schnell verarbeiten und abspeichern.
Glaube & Magie
Die Goblins sind schwarzarkane Wesen, welchen die schwarze Arkanik wortwörtlich im Blute liegt. Somit sind ein typisches Feindbild der Götter Lichterras. Da Goblins ihr schwarzarkanes Potenzial in der Regel auch durchaus zu nutzen wissen und dies auch tun, wäre ihnen der Zugang zu jeglicher Domäne auch bei theoretischem Wohlwollen der Gottheit verwehrt geblieben.
Goblins sind die einzigen Kreaturen, welche eine vollkommene Immunität gegen schwarzarkanen Verfall zu besitzen scheinen. Viele Wissenschaftler vermuten, dass dies mit ihrem schwarzarkanem Herzen zu tun haben müsse, abschließende bestätigende Forschungen hierzu kiegen jedoch noch nicht vor. Zudem ist die Magie der Goblins besonders, da sie lautlos gewirkt werden kann. Goblins sind rein schwarzarkane Wesen und können keine arkanes Potenzial besitzen. Aufgrund ihres zumeist hohen schwarzarkanen Potenzials können sie theoretisch Zauber aus jeder schwarzarkanen Schule wirken.