Rotta

Nagrak

Hestazias Beute

Einst Ratten Lichterras, von der Dämonin Hestazia zu denkenden Wesen verändert und durch den Garten der Hestazia gehetzt. Die Entkommenen flohen zurück nach Lichterra, wo man sie für Bestien hält und „Pest" schimpft — dabei sind es gesellige Meister von Pflanzen, Arznei und Alchemie.

Gattung
Rotta
Herkunft
Ratten Lichterras, von der Dämonin Hestazia zu denkenden Wesen verändert
Heimat
Aus dem Garten der Hestazia zurück nach Lichterra geflohen
Größe
1,30–1,45 m
Lebenserwartung
ca. 50 Jahre
Magie
Schwarze Illusionistik, Schwarze Magie, Schwarze Bändigung; ungenutzt Schatten- oder Naturmagie
Besonderes
Gift- und krankheitsresistent · Talent für Pflanzen, Arznei und Alchemie

Herkunft & Geschichte

Die Geschichte der Nagrak begann mit ihrer Schöpfung durch die Dämonenfürstin Hestazia. Hestazia - einst ein Engel und eine der Schöpfungen des Allvaters - ist ihres Zeichens bekannt als Dämonin des Sadismus. Sie hegt eine starke Begeisterung für Schmerzen und fügt diese mit Vorlieben anderen Kreaturen zu. Diese abartige Neigung ist der ursprüngliche Grund für die Entstehung der Nagrak.

Nach der Schlacht gegen die Engel und dem Sieg der Dämonen zog sich Hestazia in den Osten der Anderwelt zurück und zwang einige versklavte Riesen dazu, ihr dort ein düsteres Schloss zu errichten. Bereits während der Bauarbeiten ließ Hestazia um das Schloss herum einen riesigen Garten aus tödlichen Pflanzen erblühen. Um zum Schloss zu gelangen - oder von dort zu entkommen - war man gezwungen diesen Garten zu durchqueren. Bedauerlicherweise gab es nur einige wenige sichere Wege, welche einem vor dem Tod beim Durchqueren dieses Labyrinths bewahrten. Nachdem das Anwesen fertiggestellt war, folterte Hestazia die nun für sie nutzlosen Riesen langsam zu Tode. Sie war frustriert, dass diese doch so großen Geschöpfe nicht in der Lage waren, noch mehr Schmerzen auszuhalten, bevor sie verendeten. Ihr kam jedoch eine Idee. In der Nähe ihres Schlosses befand sich ein Portal nach Lichterra. Schon oft hatte sie gesehen, wie kleine Lebewesen von dort aus in die Anderwelt eintraten. So legte sie sich auf die Lauer und fing einige Ratten ein, als diese das Portal durchquerten. Diese brachte sie in ihr Schloss. Dort führte sie schwarzarkane Experimente an den kleinen Nagern durch, welche sich hierdurch grundlegend veränderten.

Die Ratten wurden langsam größer und kräftiger. Sie liefen auf ihren zwei Hinterläufen und lernten, ihre Pfoten wie Hände zu nutzen. Was Hestazia vor allem wichtig war, war den Ratten eine gesteigerte Intelligenz, Sensivität und Emotionalität zu verleihen sowie ihre Zähigkeit zu steigern. Diese Eigenschaften wurden gezielt trainiert und fortentwickelt, schließlich wollte sie mit ihren neuen Schöpfungen länger Spaß haben, als mit den verweichlichten Riesen. So entstand aus einigen kleinen Ratten eine neue intelligente Rasse, welche heute nur als die Nagrak bekannt sind.

Nachdem Hestazia mit ihrer neuen Schöpfung zufrieden war, entließ sie diese in ihren Garten, gemahnte sie zur Flucht und malte ihnen ein Bild aus, was sie mit ihnen anstellen würde, wenn sie von ihr gefasst würden. Sie gab den Nagrak einen Vorsprung und machte sich nach einiger Zeit auf, um ihre Beute zu jagen. Viele der Nagrak fielen der Dämonenfürstin zum Opfer, wurden gefangen und unter unendlichen Qualen langsam zu Tode gefoltert. Einige Nagrak jedoch hatten Glück und entkamen aus diesen Folterlabyrinth - welches nur der Garten der Hestazia genannt wird.

Diejenigen Nagrak, die entkamen, flohen umgehend durch die Portale nach Lichterra. Die Sonne setzte ihnen zwar zu, doch verbrennen tat sie die Nagrak nicht. Zu groß war wohl ihr ehemaliges Erbe als Nager Lichterras. Die Nagrak seheh aus wie übergroße Ratten mit menschlicher Statur und bis heute werden sie in Lichterra oftmals für Bestien der Anderwelt gehalten, gejagt und vernichtet. Nur wenige Völker haben sich auf die Nagrak eingelassen und so entdeckt, dass hinter den Riesenratten fühlende Lebewesen stecken, welche jeder Gesellschaft - vor allem mit ihrem natürlichen Talent für Pflanzen, Arznei und Alchemie - einen erheblichen Mehrwert bieten können. So haben es die Nagrak bis heute innerhalb Lichterras nicht leicht, doch ihre Population steigt langsam , aber stetig an.

Körper & Erscheinung

Der Körper der Nagrak besteht aus verschiedenen Bereichen. Nagrak besitzen einem keilförmigen, rattenartigen Kopf, welcher eine lange, schmale Schnauze mit Schnurrhaaren um die Nase sowie flache und wenig ausgeprägte Wangen hat. Auf und in ihrem Gesicht liegen verschiedene Sinnesorgane und Gesichtsteile wie die Augen, die Ohren, die Nase und das Maul mit den gelblichen Schneidezähnen und der rosigen Zunge. Die Nase der Nagrak ist oftmals klein, rundlich, unbehaart und von rosiger Farbe. Sie liegt an der Spitze der Schnauze. Ihre Ohren sind dünn und nahezu unbehaart, doch groß und variieren in ihrer Form zwischen rund und spitz zulaufend (in verschiedensten Varianten). Sie stehen aufrecht, sind sehr beweglich und spiegeln die Gemütslage des Nagrak wieder. Das Maul hat eine gespaltene Oberlippe eine herabhängende Lefzen, welche die Zähne verbergen. Nagrak wächst ein kurzes bis mittellanges Fell über den gesamten Körper (an einigen Stellen mehr, an anderen Stellen weniger, ausgenommen sind Pfoten, Nase, Ohren und Schwanz). Die Farbe des Fells variiert hier zwischen verschiedenen Tönen von weiß, grau, braun sowie schwarz und kann unterschiedlichste Muster aus diesen Farbkombinationen aufweisen. Die Augenfarbe der Nagrak habt sich von der ihrer Vorfahren ab. Ihre Augen haben nämlich nicht immer eine rein schwarze Färbung, sondern können oftmlas auch in den Tönen grün, rot und weiß vorkommen.

Weiterhin haben Nagrak sowohl einen Hals, bestehend aus Nacken, Kehlkopf und Speiseröhre, wie auch einen Rumpf. Der Rumpf setzt sich zusammen aus dem Brustkorb - bestehend aus Brust, Brustbein, Rippen und Schulterblättern -, dem Bauch bestehend aus Bauch, Nabel, Becken, Hüfte und Flanken - und dem Rücken - bestehend aus Wirbelsäule, Lendenwirbel und Steißbein.

Außerdem besitzen Nagrak obere Gliedmaßen. Zu diesem Bereich gehören die Oberkörperteile - wie Achselhöhle und Schulter -, die Arme - bestehend aus Oberarm, Unterarm und Ellenbogen - und den handartigen Pfoten - bestehend aus Pfotengelenk, kleinen Ballen in der inneren Pfotenfläche, Pfotenrücken und fünf Fingern (mit klauenartigen Nägeln) je Pfote.

Zudem besitzen Nagrak untere Gliedmaßen. Zu diesen zählen die Beine - bestehend aus Oberschenkel (kurz, sehr muskulös), Unterschenkel (länger als der Oberschenkel), Knie, Kniekehle, Wade und Schienbein - und die Füße - bestehend aus dem Sprunggelenk (sitzt weit oben und ersetzt die Ferse), einem langen Mittelfuß und der Hinterpfote (lang, schmal, beweglich) mit weichen Ballen und fünf Zehen (mit klauenartigen Nägeln) pro Fuß. Nagrak laufen im aufrechten Gang, habe aber immernoch große Ähnlichkeit mit der anatomie ihrer Vorfahren, weswegen sie beim gehen immer sehr gedrungen, vorneübergebeugt und aufmerksam wirken.

Überlebenswichtig sind die inneren Organe der Nagrak. Hierzu zählen zum Beispiel das Gehirn - welches im Kopf liegt -, die Lunge - welche in der oberen Brust liegt - sowie das Herz - welches ebenfalls in der Brust liegt und die Haut mit dem darauf befindlichen Fell, welches die Nagrak vor allerlei äußeren Einflüssen schützt. Zudem besitzen Nagrak noch viele weitere wichtige Organe.

Die Nagrak sind zwar viel größer als ihre Vorfahren, doch verglichen mit anderen Rassen Lichterras immer noch von kleinem Wuchs. Männliche und weibliche Exemplare werden zwischen vier ¼ bis vier ¾ Fuß groß. Die Kinder der Nagrak - männlich sowie weiblich - befinden sich im steten Wachstum. Während der Adoleszenz werden sowohl männliche als auch weiblich Nagrak zwischen vier und vier ¾ Fuß groß.

Männliche Nagrak wiegen ca. 20 Pfund pro Fuß, weibliche Nagrak dagegen im Schnitt ca. 19 Pfund pro Fuß. Jugendliche männliche Nagrak wiegen im Schnitt ca. 19 Pfund pro Fuß, jugendliche weibliche Nagrak wiegen ca. 18 Pfund pro Fuß. Bezüglich der Körperform herrschen bei allen Nagrak ektomorphe bis leicht mesomorphe Strukturen vor.

Physiologie

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei männlichen und weiblichen Nagrak bei ca. 50 Jahren.

Nagrak können sich nicht außerhalb ihrer Rasse fortpflanzen. Die Fortpflanzungsfähigkeit tritt Eintritt bis Abschluss der Adoleszenz ein, was bei männlichen und weiblichen Nagrak einem Alter zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr entspricht.

Nagrak ernähren sich von allem was sie finden. Sie können Fleich, Fisch, Pflanzen und Pilze verdauen. Nagrak können sogar bereits verdorbene Lebensmittel problemlos verwerten. Ihr abgehärteter Magen und ihr Immunsystem machen sie auch gegen viele Krankheiten und Gifte resistenz, gegen einige sogar immun.

Zur Regeneration benötigen Nagrak Schlaf. Das optimale Schlafpensum eines Nagrak liegt bei zwischen fünf und sieben Stunden pro Tag. Ein Nagrak der regelmäßig täglich weniger als vier Stunden schläft, muss mit Beeinträchtigungen seines Alltags rechnen (Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, etc.).

Nagrak können in Umgebungen mit regelmäßigen Temperaturen von zwischen 5 °C und 30 °C überleben. Alles darunter der darüber halten sie nur temporär aus. Sie haben keine gesonderten Reistenzen gegen Temperaturen.

Nagrak besitzen die Fähigkeit der Regeneration in begrenztem Maße. Ihr Körper kann kleine bis mittlere Verletzungen durch Ruhe und Pflege innerhalb längerer Zeiträume heilen. Krankheiten kurieren sie dagegen sehr schnell aus. Bei schweren Verletzungen stößt ihr Körper an seine Grenzen. Durch die richtige Unterstützung (z. B. Behandlung, Medizin, Magie, Tränke) kann der Körper eines Nagrak aber sogar diesen Umstand überleben.

Nagrak haben sehr besondere Eigenschaften. Sie haben gelernt mit wenig zu überleben, weswegen der Konsum vieler unverträglicher Nahrungsmittel oder sogar einiger Gifte bei ihnen positive Effekte auslösen können. Aufgrund ihres Körperbaus bewegen sie sich zudem von Natur aus lautlos. Hierbei sind sie jedoch immer in der Lage, blitzschnell Geschwindigkeit aufzunehmen.

Die äußere Erscheinung der Nagrak ähnelt mehr der einer geschundenen Ratte, als der einer niedlichen Maus. Nagrak sehen oft wenig vertrauenserweckend aus, auch wenn dieser Anschein täuschen mag. Oft sind ihre Körper durch frühere Konflikte gezeichnet.

Sinne & Wahrnehmung

Nagrak sind in der Lage ihre Umgebung durch verschiedene Sinnesorgane wahrzunehmen und so Gefahren, Beute oder andere wichtige Umstände und Faktoren zu erkennen.

Durch ihre Augen verfügen Nagrak über Sehvermögen. Dieses funktioniert auch in Dunkelheit, jedoch schlecht in Finsternis. Durch ihr Sehvermögen können Nagrak Dinge in ihrer Umgebung visuell erfassen. Je kleiner ein Objekt ist und je weiter es entfernt ist, desto schwerer wird es für einem Nagrak dieses Objekt zu sehen.

Durch ihre Ohren verfügen Nagrak über Hörvermögen. Je näher und je lauter ein Geräusch verursacht wird, desto klarer und deutlicher ist es zu vernehmen. Je weiterweg oder je leiser ein Geräusch ist, desto schwieriger ist es einem Nagrak dieses zu vernehmen, bis es ihm gar nicht mehr gelingt. Nagrak können Klänge ungefähr der Richtung zuordnen, aus welcher sie erzeugt wurden. Das Gehör der Nagrak ist übermäßig gut ausgeprägt, weswegen sie auch leise Geräusche schon über mittlere Distanz vernehmen können.

Durch ihre Nase verfügen Nagrak über einen Geruchssinn. Mit diesem können sie nahe Gerüche wahrnehmen und genau der Richtung zuordnen, aus welcher sie kommen. Nagrak können zudem verschiedenste Gerüche unterscheiden und ihrem Ursprung zuordnen. Dies dient vor allem zur Erkennung von Gefahren und zur unterbewussten Unterstützung bei der Partnerwahl. Ihr Geruchssinn kann Gerüche sogar aus großen Entfernungen wahrnehmen. Im Gegensatz zu vielen anderen Rassen Lichterras bevorzugen Nagrak stinkende und stechende Gerüche und verspüren eine leichte Abneigung gegen frische und blumige Gerüche.

Nagrak haben einen Geschmackssinn, welcher über die Zunge zur Geltung kommt. Mit diesem können Nagrak verschiedenste Aromen schmecken. Ihr Geschmackssinn dient als Belohnungssystem für die Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe. Nagrak bevorzugen - ähnlich wie beim Geruch - abgestandene und stechende Geschmäcker, wobei sie auch frische Lebensmittel gerne fressen.

Durch den Tastsinn können Nagrak Druck, Temperatur oder Schmerzen wahrnehmen. Hierdurch kann der Nagrak sich orientieren. Es lassen sich zudem Gegenstände begreifen, Gefahren erkennen und soziale Bindungen schließen. Nagrak fühlen sehr intensiv, haben aber trotzdessen eine besondere Resistenz gegenüber Schmerzen.

Geist & Psyche

Nagrak sind schwarzarkane Wesen, welche allerdings einen lichterrianischen und sogar teils arkanen Kern haben. um im Garten der Hestazia zu überleben waren die Nagrak aufeinander angewiesen und sind somit untereinander überaus sozial. Diese soziale Ader hört meistens außerhalb der Grenzen ihrer Rasse auf, da sie innerhalb Lichterras meist nur negative Erfahrungen mit anderen Rassen gemacht haben. So sind Nagrak oftmals vorsichtig, scheu und misstrauisch. Ansonsten weisen sie - abhängig vom Individuum - unterschiedlichste charakterliche Eigenschaften und Tendenzen auf.

Glaube & Magie

Die Nagrak sind schwarzarkane Wesen, welchen die schwarze Arkanik wortwörtlich im Blute liegt. Somit sind ein typisches Feindbild der Götter Lichterras und so von fast jeder Gottheit geächtet. Lassen Nagrak ihr schwarzarkanes oder arkanes Potenzial ungenutzt, so können sie sich durch tiefen Glauben die Gunst von Umbrox - dem Gott der Schatten - erarbeiten und Göttermagie aus der Domäne der Schattenmagie wirken oder aber der Göttin Fae dienen und somit Göttermagie aus der Domäne der Naturmagie wirken.

Nagrak können theoretisch ein arkanes Potenzial für die Schulen der Illusionistik sowie der Arkanen Bändigung entwickeln.

Zudem können sie theoretisch ein schwarzarkanes Potenzial für die Schulen der Schwarzen Illusionistik, der Schwarzen Magie sowie der Schwarzen Bändigung entwickeln.

Nagrak stechen im Bereich der Arkanik nicht so hervor wie Gnome und im Bereich der schwarzen Arkanik nicht so heraus wie Goblins oder Akumi, zudem sind sie nicht besonders stark oder charismatisch. Ihre Stärke liegt eher in ihren messerscharfen Instinkten, ihrer schnellen Auffassungsgabe und ihrer Beweglichkeit.