Kobolde
Einst Nebelorks — durch die Arkane Explosion weiter verändert und aus den Nebelstämmen vertrieben. Körperlich unterlegen, misstrauisch geworden durch jahrhundertelange Ablehnung. Von Lux, Fae und Dolgrim verstoßen — doch Umbrox nahm die kleinen, grünen Kreaturen unter seinen Schutz.
- Gattung
- Orlugha
- Herkunft
- Einst Nebelorks, von der Arkanen Explosion weiter verändert
- Heimat
- Heimatlos — aus den Nebelstämmen vertrieben
- Größe
- 1,37–1,45 m
- Lebenserwartung
- ca. 65 Jahre
- Magie
- Wasser-, Schatten-, Luftmagie; Arkane Macht, Illusionistik, Morphomantie; Schwarze Illusionistik, Schwarze Magie
Herkunft & Geschichte
Die Kobolde entstanden im Zuge der Arkanen Explosion aus den Orks der Nebelsümpfe. Einige Orks veränderten in den Jahren nach der arkanen Explosion stark ihre äußere Beschaffenheit. Sie schrumpften stark, wurden schwächer und dünner. In einer Gesellschaft, in welcher nur das Recht des Stärkeren galt, waren die Kobolde eine willkommene Beute. Etliche der Kobolde wurden von den größeren Nebelorks umgebracht. Viele Kobolde flohen aus dem Nebelstamm. Sie suchten ihr Glück anderswo in Lichterra, einige sogar in der Anderwelt. Die Kobolde, welche blieben, wurden mit der Zeit ausgerottet, sodass heute kaum mehr ein Kobold innerhalb der Nebelsümpfe existiert.
Kobolde sind nirgendwo richtig heimisch. Aus ihrer alten Heimat wurden sie vertrieben. Den anderen Völkern konnten sie sich zwar zum Teil anschließen, doch war das Misstrauen ihnen gegenüber immer hoch, waren sie doch fremdartig und in ihrem Wesen den Orks sehr ähnlich. So lebten Kobolde am Rande der Gesellschaften und flüchteten sich oftmals notgedrungen in die Kriminalität, für deren Feinheiten sie stets ein Händchen hatten. Dies trug wiederrum nicht dazu bei den schlechten Ruf der Kobolde zu verbessern, weswegen es heute ihnen gegenüber viele Vorurteile gibt.
Körper & Erscheinung
Der Körper der Kobolde besteht aus verschiedenen Bereichen. Kobolde besitzen einen Kopf mit Gesicht, Stirn, Schläfe, Hinterkopf und Haaren. Auf und in dem Gesicht liegen verschiedene Sinnesorgane und Gesichtsteile wie die Augen, die Ohren, die Nase, der Mund, die Lippen, die Zähne, die Zunge, die Augenbrauen und die Wimpern. Die Köpfe der Kobolde variieren in ihrer Form zwischen diamantförmig und dreieckig, sind aber stets länglich. Ihre Gesichter sind bereits in jungen Jahren zerfurcht, was ihrer Mimik besonders viel Ausdruck verleiht. Die Nasen der Kobolde sind oftmals lang und gebogen, mit einem langen, doch kräftigen Nasenrücken. Sie haben große Nasenlöcher, welche leicht nach oben und zeitgleich auch leicht zur Seite geneigt sind. Ihre Nasenspitze läuft oftmals spitz zu und ist nach unten geneigt. Ihre Ohren sind lang, schmal und laufen spitz zu. Die Kobolde haben den Unterbiss ihrer Vorfahren nicht in dieser ausgeprägten Form geerbt, doch ist er noch vorhanden und zu erkennen. Ihre Münder sind sehr breit, ihre Lippen zumeist sehr dünn. Sie haben spitze Zähne, wobei die beiden Hauer (ähnlich wie bei den Orks) etwas größer sind als der Rest. Diese Hauer können einem Kobold ebenfalls aus dem Untekiefer über den Mund stehen, müssen sie aber nicht. Dies ist von Individuum zu Individuum unterschiedlich, wobei es bei männlichen Kobolden häufiger vorkommt, als bei weiblichen. Männlichen Kobolden kann mit Eintritt der Adoleszenz ein Bart wachsen, weiblichen Kobolen wächst dagegen keiner. Die Ausprägung der Körperbehaarung fällt bei Kobolden ähnlich aus wie bei Menschen, wobei sie bei männlichen Exemplaren ausgeprägter ist, als bei weiblichen. Die Haarfarbe der Kobolde variiert zwischen schwarz, rot und weiß. Die Augenfarbe der Kobolde ist stets rot oder gelb in verschiedensten Tönen.
Weiterhin haben Kobolde sowohl einen Hals, bestehend aus Nacken, Kehlkopf und Speiseröhre, wie auch einen Rumpf. Der Rumpf setzt sich zusammen aus dem Brustkorb - bestehend aus Brust, Brustbein, Rippen und Schulterblättern -, dem Bauch bestehend aus Bauch, Nabel, Becken, Hüfte und Flanken - und dem Rücken - bestehend aus Wirbelsäule, Lendenwirbel und Steißbein.
Auffällig ist hier der für Kobolde typische schlanke Körperbau. Dieser ist stets sehr definiert und weist in den seltensten Fällen größere Mengen Körperfett auf.
Außerdem besitzen Kobolde obere Gliedmaßen. Zu diesem Bereich gehören die Oberkörperteile - wie Achselhöhle und Schulter -, die Arme - bestehend aus Oberarm, Unterarm und Ellenbogen - und den Händen - bestehend aus Handgelenk, Handfläche, Handrücken und fünf Fingern (mit Fingernägeln) je Hand.
Die oberen Gliedmaßen der Kobolde sind meist sehr sehnig und drahtig, aber dünn.
Zudem besitzen Kobolde untere Gliedmaßen. Zu diesen zählen die Beine - bestehend aus Oberschenkel, Unterschenkel, Knie, Kniekehle, Wade und Schienbein - und die Füße - bestehend aus Knöchel, Ferse, Fußsohle, Spann und fünf Zehen (mit Zehnägeln) pro Fuß.
Die unteren Gliedmaßen der Kobolde sind meist sehr sehnig und drahtig, aber dünn.
Überlebenswichtig sind die inneren Organe der Kobolde. Hierzu zählen zum Beispiel das Gehirn - welches im Kopf liegt -, die Lunge - welche in der oberen Brust liegt - sowie die beiden Herzen - welches ebenfalls in der Brust liegt und den großen Körper sowie die etlichen Muskeln der Kobolde mit Sauerstoff versorgen - und die Haut - die den Körper umschließt. Die doppelten Herzen sind noch ein Erbe ihrer orkischen Vorfahren, bei ihrer Körpergröße haben Kobolde dies gar nicht mehr zwingend nötig, doch sorgt dieser Umstand dafür, dass Kobolde oftmals übermäßig ausdauernd sind. Zudem besitzen Kobolde noch viele weitere wichtige Organe. Ihre Hautfarbe variiert je nach Individuum zwischen dunklen und hellen Färbungen, stets mit einem sumpfgrünen Teint.
Die Kobolde sind von kleinen, aber dafür athletischem Wuchs. Männliche und weibliche Exemplare werden zwischen vier ½ bis vier ¾ Fuß groß. Die Kinder der Kobolde - männlich sowie weiblich - befinden sich im steten Wachstum. Während der Adoleszenz werden sowohl männliche als auch weiblich Kobolde zwischen vier ¼ und vier ¾ Fuß groß.
Männliche Kobolde wiegen ca. 22 Pfund pro Fuß, weibliche Kobolde dagegen im Schnitt ca. 21 Pfund pro Fuß. Jugendliche männliche Kobolde wiegen im Schnitt ca. 20 Pfund pro Fuß, jugendliche weibliche Kobolde wiegen ca. 20 Pfund pro Fuß. Bezüglich der Körperform herrschen bei allen Kobolden ektomorphe bis leicht mesomorphe Strukturen vor.
Physiologie
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei männlichen und weiblichen Kobolden bei ca. 65 Jahren.
Kobolde können sich nicht außerhalb ihrer Rasse fortpflanzen. Die Fortpflanzungsfähigkeit tritt Eintritt bis Abschluss der Adoleszenz ein, was bei männlichen und weiblichen Kobolde einem Alter zwischen dem 7. und 10. Lebensjahr entspricht.
Kobolde ernähren sich von Pilzen, dem Fleisch von Tieren und Fischen sowie tierischen Produkten. Sie können zwar auch Pflanzen konsumieren, doch verabscheuen sie deren Geschmack. Zudem können sie Alkohol konsumieren und in gewissen Mengen vertragen.
Zur Regeneration benötigen Kobolde Schlaf. Das optimale Schlafpensum eines Kobolds liegt bei zwischen fünf und sechs Stunden pro Tag. Ein Kobolde der regelmäßig täglich weniger als vier Stunden schläft, muss mit Beeinträchtigungen seines Alltags rechnen (Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, etc.).
Kobolde können in Umgebungen mit regelmäßigen Temperaturen von zwischen 10 °C und 40 °C überleben. Alles darunter der darüber halten sie nur temporär aus. Sie haben eine keine gesonderten Hitze- oder Kälteresistenzen.
Kobolde besitzen die Fähigkeit der Regeneration in begrenztem Maße. Ihr Körper kann kleine bis mittlere Verletzungen oder auch viele Erkrankungen durch Ruhe und Pflege innerhalb längerer Zeiträume heilen. Bei schweren Verletzungen oder lebensgefährlichen Erkrankungen stößt ihr Körper an seine Grenzen. Durch die richtige Unterstützung (z. B. Behandlung, Medizin, Magie, Tränke) kann der Körper eines Kobolds aber sogar diese Umstände überleben.
Kobolde sind für ihre schnellen und präzisen Bewegungen, sowie ihre enorme Ausdauer bekannt. Sie sind flink, agil und haben ein guten Gleichgewichtssinn.
Sinne & Wahrnehmung
Kobolde sind in der Lage ihre Umgebung durch verschiedene Sinnesorgane wahrzunehmen und so Gefahren, Beute oder andere wichtige Umstände und Faktoren zu erkennen.
Durch ihre Augen verfügen Kobolde über Sehvermögen. Dieses funktioniert schlechter, je dunkler die Umgebung wird. Durch ihr Sehvermögen können Kobolde Dinge in ihrer Umgebung visuell erfassen. Je kleiner ein Objekt ist und je weiter es entfernt ist, desto schwerer wird es für einen Kobold dieses Objekt zu sehen.
Durch ihre Ohren verfügen Kobolde über Hörvermögen. Je näher und je lauter ein Geräusch verursacht wird, desto klarer und deutlicher ist es zu vernehmen. Je weiterweg oder je leiser ein Geräusch ist, desto schwieriger ist es einem Kobolde dieses zu vernehmen, bis es ihm gar nicht mehr gelingt. Kobolde können Klänge ungefähr der Richtung zuordnen, aus welcher sie erzeugt wurden.
Durch ihre Nase verfügen Kobolde über einen Geruchssinn. Mit diesem können sie nahe Gerüche wahrnehmen, jedoch nur bedingt der Richtung zuordnen, aus welcher sie kamen. Allerdings können Kobolde in gewissem Rahmen Gerüche unterscheiden und verschiedenen Dingen zuordnen. Dies dient vor allem zur Erkennung von Gefahren, zur Überprüfung von Lebensmitteln und zur unterbewussten Unterstützung bei der Partnerwahl.
Durch ihre Zunge haben Kobolde einen Geschmackssinn. Mit diesem können sie verschiedenen Aromen schmecken. So kann der Geschmackssinn Kobolde vor der versehentlichen Aufnahme von giftigen oder verdorbenen Lebensmitteln warnen. Zudem dient der Geschmackssinn als Belohnungssystem für die Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe.
Durch den Tastsinn können Kobolde Druck, Temperatur oder Schmerzen wahrnehmen. Hierdurch kann der Kobold sich orientieren. Es lassen sich zudem Gegenstände begreifen, Gefahren erkennen und soziale Bindungen schließen.
Geist & Psyche
Kobolde sind haben ein eher einzelgängerisches Wesen. Durch ihre Geschichte sind sie stets misstrauisch und auf der Hut. Sie sind oftmals bekannt für ihre abgebrühte und egoistische Art, wobei hier schwer festzumachen ist, was hiervon der Wahrheit entspricht und was eher den Legenden. Kobolde haben ein Hang zur Aggression, ein Erbe ihrer Vorfahren. Allerdings können Kobolde diese Wur erstmal gut verbergen und zurückstellen, um sich dann später zu rächen. Das Wesen der Kobolde ist je nach Individuum sehr verschieden, doch der eigennützige und pragmatische Charakter ist oft vertreten.
Glaube & Magie
Die Orks wurden von den Göttern einst geächtet. Den Kobolden wurde zum Teil das gleiche Schicksal angedacht. Die Göttin Lux sowie Fae und Dolgrim verstoßen die Kobolde aufgrund ihrer orkischen Vergangenheit und ihres oftmals niederträchtigen Wesens. Zephyra und Nauron gewährten den Kobolden ihren Segen zu erhalten und Umbrox hat besonderen Gefallen an den kleinen, grünen Kreaturen gefunden. So gilt Umbrox innerhalb Lichterras mittlerweile sogar oftmals als Schutzgott der Kobolde und viele Kobolde preisen seinen Namen.
Kobolde wurden durch die Arkane Explosion stark verändert und einige sind in der Lage durch ein vorhandenes arkanes oder schwarzarkanes Potenzial Zauber aus verschiedenen Schulen zu wirken.
So können Kobolde theoretisch arkane Zauber aus der Schule der Arkanen Macht, der Illusionistik und der Morphomantie wirken. Einige können auch schwarzarkane Zauber aus der Schule der Schwarzen Illusionistik und der Schwarzen Magie wirken.