Nebelorks
Die Orks, die im Nebelmoor blieben — heute im Nebelstamm vereint. Grünliche Haut, glühend rote Augen, tiefer Argwohn und mächtige schwarze Magie. Aus ihnen gingen einst die Kobolde hervor.
- Gattung
- Orlugha
- Herkunft
- Orks, die im Nebelmoor blieben
- Heimat
- Das Nebelmoor
- Volk
- Nebelstamm
- Größe
- 1,98–2,29 m
- Lebenserwartung
- ♂ ca. 42 Jahre · ♀ ca. 45 Jahre
- Magie
- Blutmagie, Nekromantie, Schwarze Magie, Schwarze Bändigung
Herkunft & Geschichte
Die Nebelorks entstanden im Zuge der Arkanen Explosion aus den Verbliebenen Orks des Großen Stammes in den Nebelsümpfen. Die Arkanen Einflüsse veränderten die Körper der Orks. Sie wurden resistenter gegenüber Gifte und Krankheiten, die Färbung der Haut änderte sich und nahm einen sumpfig-grünen Ton an, auch Augen, Haare und Körper änderten sich. Zudem bekamen sie zum Teil neue schwarzarkane Fähigkeiten.
Die Nebelorks haben von allen Orkrassen noch am meisten mit ihren Vorfahren - den normalen Orks - gemeinsam. Nichtsdestotrotz stehen auch hier einige grundlegende Unterschiede. Die Nebelorks bevölkern die Nebelsümpfe und haben sich an die dortigen Begebenheiten angepasst. Der Große Stamm existiert in seiner damaligen Form nicht mehr, stattdessen sind die vielen kleinen Stämme der Nebelsümpfe heute in einem einzigen Stamm - dem Nebelstamm - zusammengefasst. Dieser wird von einem absolutistischem Herrscher - dem sogenannten Stammesfürsten - angeführt. Der Nebelstamm hat sich seit der Arkanen Explosion weiterentwickelt und eigene Riten und Gepflogenheiten eingeführt. Die Nebelorks sind stark mit dem Nebelstamm verknüpft. Viele leben weiterhin in den Sümpfen, einige wenige suchen ihr Glück allerdings auch anderswo in Lichterra.
Körper & Erscheinung
Der Körper der Nebelorks besteht aus verschiedenen Bereichen. Nebelorks besitzen einen Kopf mit Gesicht, Stirn, Schläfe, Hinterkopf und Haaren. Auf und in dem Gesicht liegen verschiedene Sinnesorgane und Gesichtsteile wie die Augen, die Ohren, die Nase, der Mund, die Lippen, die Zähne, die Zunge, die Augenbrauen und die Wimpern. Die Köpfe der Nebelorks variieren in ihrer Form zwischen diamantförmig, rund und dreieckig, sind aber stets länglich. Ihre Gesichter sind bereits in jungen Jahren zerfurcht, was ihrer Mimik besonders viel Ausdruck verleiht. Die Nasen der Nebelorks sind breit und flach, mit einem kurzen, doch kräftigen Nasenrücken. Sie haben große Nasenlöcher, welche leicht nach oben und zeitgleich auch leicht zur Seite geneigt sind. Ihre Ohren sind länger als die der Sonneorks oder Mondorks. Sie sind zudem schmal und laufen spitz zu. Die Kiefer der Nebelorks weisen einen klaren Unterbiss auf. Hierdurch entsteht das für Orks typische Gebiss, bei welchem die beiden unteren Hauer (Fangzähne) aus dem Kiefer und über die Oberlippe ragen. Diese Hauer sind bei Nebelorks schmaler, aber dafür länger als beispielsweise bei den Sonnenorks oder Mondorks. Männlichen Nebelorks kann mit Eintritt der Adoleszenz ein Bart wachsen, weiblichen Sonnenorks wächst dagegen keiner. Die Ausprägung der Körperbehaarung fällt bei Nebelorks ähnlich aus wie bei Menschen, wobei sie bei männlichen Exemplaren ausgeprägter ist, als bei weiblichen. Die Haarfarbe der Nebelorks variiert zwischen schwarz, rot und weiß. Die Augenfarbe der Nebelorks ist stets glühend rot.
Weiterhin haben Nebelorks sowohl einen Hals, bestehend aus Nacken, Kehlkopf und Speiseröhre, wie auch einen Rumpf. Der Rumpf setzt sich zusammen aus dem Brustkorb - bestehend aus Brust, Brustbein, Rippen und Schulterblättern -, dem Bauch bestehend aus Bauch, Nabel, Becken, Hüfte und Flanken - und dem Rücken - bestehend aus Wirbelsäule, Lendenwirbel und Steißbein.
Auffällig ist hier der für Orks typische, übermäßig muskulöse Körperbau. Dieser lässt die körperliche Statur trotz der enormen Größe sehr breit und massig aussehen. Dieser Eindruck ist bei Nebelorks zwar auch vorhanden, jedoch nicht so ausgeprägt wie bei anderen Orks, da sie zwar nicht klein, doch etwas dünner und weniger muskulös als beispielsweise Sonnenorks oder Mondorks sind. So wirken ihre Körper länger, etwas weniger stämmig und athletischer. Auch dieses Phänomen ist bei den weiblichen Nebelorks in abgeschwächter Form zu beobachten.
Außerdem besitzen Nebelorks obere Gliedmaßen. Zu diesem Bereich gehören die Oberkörperteile - wie Achselhöhle und Schulter -, die Arme - bestehend aus Oberarm, Unterarm und Ellenbogen - und den Händen - bestehend aus Handgelenk, Handfläche, Handrücken und fünf Fingern (mit Fingernägeln) je Hand.
Die oberen Gliedmaßen männlicher Nebelorks sind muskelbepackt und sind eher auf die Ausübung roher Kraft ausgerichtet, als auf hohe Beweglichkeit. Die oberen Gliedmaßen weiblicher Nebelorks sind weniger muskulös (jedoch immer noch muskulös) als die der Männlichen, doch in ihrer Beweglichkeit dafür nicht großartig eingeschränkt.
Zudem besitzen Nebelorks untere Gliedmaßen. Zu diesen zählen die Beine - bestehend aus Oberschenkel, Unterschenkel, Knie, Kniekehle, Wade und Schienbein - und die Füße - bestehend aus Knöchel, Ferse, Fußsohle, Spann und fünf Zehen (mit Zehnägeln) pro Fuß.
Die unteren Gliedmaßen männlicher Nebelorks sind muskelbepackt und sind eher auf die Ausübung roher Kraft und das Stemmen schwerer Gewichte ausgerichtet, als auf hohe Beweglichkeit. Die unteren Gliedmaßen weiblicher Nebelorks sind weniger muskulös (jedoch immer noch muskulös) als die der Männlichen, doch in ihrer Beweglichkeit dafür nicht großartig eingeschränkt.
Überlebenswichtig sind die inneren Organe der Nebelorks. Hierzu zählen zum Beispiel das Gehirn - welches im Kopf liegt -, die Lunge - welche in der oberen Brust liegt - sowie die beiden Herzen - welches ebenfalls in der Brust liegt und den großen Körper sowie die etlichen Muskeln der Orks mit Sauerstoff versorgen - und die Haut - die den Körper umschließt. Zudem besitzen Nebelorks noch viele weitere wichtige Organe. Ihre Hautfarbe variiert je anch Individuum zwischen dunklen und hellen Färbungen, stets mit einem sumpfgrünen Teint.
Die Nebelorks sind von hünenhaftem und übermäßig kräftigem Wuchs. Männliche und weibliche Exemplare werden zwischen sechs ½ bis sieben ½ Fuß groß. Die Kinder der Nebelorks - männlich sowie weiblich - befinden sich im steten Wachstum. Während der Adoleszenz werden sowohl männliche als auch weiblich Nebelorks zwischen sechs ¼ und sieben ½ Fuß groß.
Männliche Nebelorks wiegen ca. 46 Pfund pro Fuß, weibliche Sonnenorks dagegen im Schnitt ca. 37 Pfund pro Fuß. Jugendliche männliche Sonnenorks wiegen im Schnitt ca. 42 Pfund pro Fuß, jugendliche weibliche Sonnenorks wiegen ca. 34 Pfund pro Fuß. Bezüglich der Körperform herrschen bei männlichen Nebelorks mesomorphe bis leicht ektomorphe Strukturen, bei weiblichen Nebelorks eine Mischung aus mesomorphen und ektopmorphen Strukturen vor.
Physiologie
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei männlichen Nebelorks bei ca. 42 Jahren, bei weiblichen Sonnenorks bei ca. 45 Jahren.
Nebelorks können sich nicht außerhalb ihrer Rasse fortpflanzen. Die Fortpflanzungsfähigkeit tritt Eintritt bis Abschluss der Adoleszenz ein, was bei männlichen Nebelorks einem Alter zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr, und bei weiblichen Nebelorks einem Alter zwischen dem 4. und 6. Lebensjahr entspricht.
Nebelorks ernähren sich von Pilzen, dem Fleisch von Tieren und Fischen sowie tierischen Produkten. Sie können zwar auch Pflanzen konsumieren, doch verabscheuen sie deren Geschmack. Zudem können sie Alkohol konsumieren und in rohen Mengen vertragen.
Zur Regeneration benötigen Nebelorks Schlaf. Das optimale Schlafpensum eines Nebelorks liegt bei zwischen fünf und sechs Stunden pro Tag. Ein Nebelork der regelmäßig täglich weniger als drei Stunden schläft, muss mit Beeinträchtigungen seines Alltags rechnen (Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, etc.).
Nebelorks können in Umgebungen mit regelmäßigen Temperaturen von zwischen 10 °C und 30 °C überleben. Alles darunter der darüber halten sie nur temporär aus. Sie haben eine keine gesonderten Hitze- oder Kälteresistenzen.
Nebelorks besitzen die Fähigkeit der Regeneration in begrenztem Maße. Ihr Körper kann kleine bis mittlere Verletzungen oder auch viele Erkrankungen durch Ruhe und Pflege innerhalb längerer Zeiträume heilen. Bei schweren Verletzungen oder lebensgefährlichen Erkrankungen stößt ihr Körper an seine Grenzen. Durch die richtige Unterstützung (z. B. Behandlung, Medizin, Magie, Tränke) kann der Körper eines Nebelorks aber sogar diese Umstände überleben.
Nebelorks sind - wie alle Orkrassen - bekannt für ihre überdurchschnittliche Körperkraft. Männliche Nebelorks sind hierbei stärker als weibliche, wogegen diese dafür beweglicher und weniger plump in ihren Bewegungen sind. Nebelorks sind weniger stark, aber dafür etwas beweglicher als anderen Orkrassen.
Aufgrund ihrer übermäßigen Größe haben Nebelorks einen erhöhten Kalorienbedarf, denn es zu decken gilt.
Sinne & Wahrnehmung
Nebelorks sind in der Lage ihre Umgebung durch verschiedene Sinnesorgane wahrzunehmen und so Gefahren, Beute oder andere wichtige Umstände und Faktoren zu erkennen.
Durch ihre Augen verfügen Nebelorks über Sehvermögen. Dieses funktioniert schlechter, je dunkler die Umgebung wird. Durch ihr Sehvermögen können Nebelorks Dinge in ihrer Umgebung visuell erfassen. Je kleiner ein Objekt ist und je weiter es entfernt ist, desto schwerer wird es für einen Nebelork dieses Objekt zu sehen.
Durch ihre Ohren verfügen Nebelorks über Hörvermögen. Je näher und je lauter ein Geräusch verursacht wird, desto klarer und deutlicher ist es zu vernehmen. Je weiterweg oder je leiser ein Geräusch ist, desto schwieriger ist es einem Nebelork dieses zu vernehmen, bis es ihm gar nicht mehr gelingt. Nebelorks können Klänge ungefähr der Richtung zuordnen, aus welcher sie erzeugt wurden.
Durch ihre Nase verfügen Nebelorks über einen Geruchssinn. Mit diesem können sie nahe Gerüche wahrnehmen, jedoch nur bedingt der Richtung zuordnen, aus welcher sie kamen. Allerdings können Nebelorks in gewissem Rahmen Gerüche unterscheiden und verschiedenen Dingen zuordnen. Dies dient vor allem zur Erkennung von Gefahren, zur Überprüfung von Lebensmitteln und zur unterbewussten Unterstützung bei der Partnerwahl.
Durch ihre Zunge haben Nebelorks einen Geschmackssinn. Mit diesem können sie verschiedenen Aromen schmecken. So kann der Geschmackssinn Nebelorks vor der versehentlichen Aufnahme von giftigen oder verdorbenen Lebensmitteln warnen. Zudem dient der Geschmackssinn als Belohnungssystem für die Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe.
Durch den Tastsinn können Nebelorks Druck, Temperatur oder Schmerzen wahrnehmen. Hierdurch kann der Nebelorks sich orientieren. Es lassen sich zudem Gegenstände begreifen, Gefahren erkennen und soziale Bindungen schließen.
Geist & Psyche
Nebelorks sind - ähnlich ihrer Vorfahren - keine besonders sozialen Individuen. Trotzdem leben sie oftmals innerhalb in Gemeinschaften zusammen, da diese ihnen Schutz sowie Sicherheit bieten und damit ihre Überlebenschancen erhöhen. Nebelorks bauen selten enge Bindung auf - meist geschieht dies nur zur eigenen Mutter, zu Geschwistern oder zu einigen wenigen Kriegsbrüdern oder Kriegsschwestern. Aufgrund ihrer Schwierigkeit bei der Knüpfung sozialer Bande sind auch viele Nebelorks als Einzelgänger unterwegs. Nebelorks pflegen keine steten Liebesbeziehungen, sie leben zumeist polygam. Innerhalb der Stämme herrscht immer großes Konfliktpotenzial untereinander, sodass der Stammesfürst des Nebelstammes strenge Gesetze eingeführt hat, um die Ordnung zu wahren. Wer diese Gesetze bricht, bezahlt dafür meist mit dem Leben. Allein dieses System bewahrt den Nebelstamm vor der Anarchie.
Nebelorks haben das jähzornige und impulsive Wesen ihrer Vorfahren geerbt und bei ihnen treten diese Ausprägungen in mancherlei Hinsicht sogar noch verstärkt auf. Konflikte eskalieren schnell, da Nebelorks größtenteils instinkt- und triebgesteuert handeln. Einzig ihr Überlebensinstinkt kann diese Triebe und Emotionen lenken und unterdrücken, weswegen harte Strafen als Abschreckung innerhalb der Gesellschaft der Nebelorks gut funktionieren.
Glaube & Magie
Die Orks wurden von den Göttern einst geächtet. Auch die Nebelorks tragen weiterhin das Schicksal ihrer Vorfahren. Auch wenn der Nebelstamm sich von der Großen Mutter abwandte, so behandeln dessen Mitglieder den Stammesfürsten wie eine Gottheit, was unter den Göttern Lichterras als Blasphemie gilt.
Die Nebelorks sind eine vor allem schwarzarkan beeinflusste Rasse. Sie können ein kein arkanes, doch dafür ein schwarzarkanes Potenzial entwickeln. Dieses kann einigen wenigen Nebelorks die Fähigkeit verleihen Zauber aus der Schule der Blutmagie und/oder der Nekromantie und/oder der Schwarzen Magie und/oder der Schwarzen Bändigung zu wirken.